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Statist, Fussball-Fan und Frohnatur

Di, 05. Jan. 2016
Sport ist sein Leben: Auch mit 81 Jahren steht Max Zimmermann noch auf den Skiern und geniesst das weisse Glück.

Max Zimmermann macht aus seinem Herzen keine Mördergrube: «Ich sage, was ich denke.» Damit hat er sich die vergangenen 81 Jahre nicht nur Freunde geschaffen und kürzlich einen Rüffel vom Samichlaus eingefahren. Seinen Humor hat er darob aber noch lange nicht verloren.

Manchmal vergeht auch Max Zimmermann das Lachen. Als die Brauerei Hürlimann 1997 die Türen schloss, stand der 63-Jährige auf der Strasse. «Von einem Tag auf den anderen war ich pensioniert», blickt er auf das jähe Ende seiner beruflichen Karriere zurück. Rückblickend kann er darüber lachen, schliesslich brachte ihm die Pension viel Neues und Schönes.
Der Sohn eines Postangestellten wuchs im Freiamt auf und trat beruflich in die Stapfen seines Vaters. Die Stelle bei der Post war es, die ihn ins Reusstal brachte. «Ich arbeitete in Baden und suchte eine Wohnung für mich und meine Frau», erzählt er. Weil er sich als einfacher Angestellter die Mietpreise in Baden nicht leisten konnte, suchte er in der Nachbarschaft. Dabei stiess er auf die Wohnung im Bündten in Fislisbach. «Ich habe 1960 für die Dreieinhalbzimmerwohnung 190 Franken bezahlt», erinnert er sich. Als die beiden Töchter zur Welt kamen, wurde es eng in der Wohnung.

Fislisbach – Segelhof – Fislisbach
Die Familie schaute sich nach Bauland um. «Wir fanden nichts. Darum erstellten wir im Segelhof ein Haus», erzählt er. Für ihn und seine Frau stand immer fest, dass sie im Alter nach Fislisbach zurückkehren würden. Das war vor 14 Jahren der Fall. Das Ehepaar bezog die Eigentumswohnung an der Schönbühlstrasse. Nun sind die Wege zum Einkaufen und auf den Tennisplatz wieder so kurz, dass er das E-Bike dafür benutzen kann. «Ich brauche das Auto nur selten», sagt er.
Überhaupt ist Zimmermann auch mit 81 Jahren noch sehr sportlich unterwegs. Tennis, Radfahren, Wandern und Skifahren zählt er zu seinen Hobbys. Und wenn es im Dorf etwas zu feiern gibt, dann ist der rüstige Rentner zur Stelle und hilft aus. «Aber so langsam fahre ich etwas zurück. Jetzt sollen die Jungen übernehmen», sagt er und lacht.
Ja, mit seiner Meinung hält er nicht hinter dem Berg. Das hat ihm letzthin einen Rüffel vom Samichlaus eingetragen. «Der hat an der Chlausfeier des FC gesagt, ich soll nicht dauernd die Schiedsrichterentscheide infrage stellen», erzählt er.
Der grosse FC-Fislisbach-Fan ist praktisch an jedem Heimspiel mit von der Partie. «Meine direkte Art kam nicht immer bei allen gleich gut an», stellt er fest. Dass er gerne einen Spruch klopft, das sei ihm während seiner beruflichen Laufbahn immer mal wieder in die Quere gekommen, weiss er und fügt an: «Ich nehms nicht so verbissen, so bin ich bisher ganz gut gefahren.»

Eine TV-Karriere?
Er komme ganz nach seiner Grossmutter, die 100 Jahre alt wurde, verrät er. Und so verwundert es denn nicht weiter, dass er kürzlich seine Laufbahn als Statist beim Schweizer Fernsehen lancierte. Ab Januar wird man Zimmermann als Statist beim «Bestatter» sehen können. Die Arbeit mit dem TV-Team sei anstrengend, aber sehr spannend gewesen. Eine Fortsetzung seiner Fernseh-Karriere kann er sich deshalb gut vorstellen.

 

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