«Wetter fasziniert mich noch heute»

Di, 11. Aug. 2020

Er war während 40 Jahren der Wetterfrosch der Nation. Vor acht Jahren wurde Felix Schacher pensioniert. Vom Wetter kann der Meteorologe nicht ganz lassen. Die Prognosen, die er früher für das Fernsehen und Radio erstellte, dienen heute für seine privaten Zwecke. Weniger genau sind sie trotzdem nicht.

Sie waren Meteorologe. Was hat Sie an ihrem Beruf fasziniert?
Felix Schacher: Meteorologe beim Schweizer Wetterdienst zu sein, war mein Traumberuf. Ich hatte Glück, dass ich direkt nach dem Studium eine Anstellung bekam. Anhand von Wetterkarten und Computersimulation erstellte ich die Prognosen. Gefallen hat mir, wenn ich beim Schweizer Fernsehen live Wetterthemen möglichst verständlich erklären konnte.

Stellen Sie auch nach Ihrer Pension noch Wetterprognosen?
Heute erstelle ich nur noch für mich privat Wetterprognosen. Vergleichen, ob die Prognosen übereinstimmen, tue ich selten. Ich habe volles Vertrauen in Thomas Bucheli (aktueller Wetterfrosch). Er war quasi mein Stift.

◆ Welches ist Ihr Lieblingswetter?
Privat habe ich gerne schönes Wetter. Als Meteorologe faszinieren mich Gewitter. Das Wetterspektakel verfolge ich gerne von einem geschützten Unterschlupf aus. Gerne entdecke ich auch in Quellwolken Gesichter oder Figuren.

Wo ist das Reusstal am schönsten?
Als gebürtiger Luzerner, beginnt für mich das Reusstal am Vierwaldstättersee. Und da gibt es viele schöne Orte. Im unteren Reusstal ist es unser «Wasserschloss», ein historisches Altstadthaus direkt am Fluss.

Wie sind Sie im Reusstal am liebsten unterwegs?
Ein Erlebnis ist immer die Fahrt im Schlauchboot von Bremgarten nach Mellingen. Schade ist, dass es auf der linken Reussseite keinen verkehrsfreien Fussweg vom Gnadenthal bis nach Mellingen gibt.

Was ist für Sie Luxus?
An einem Sommerabend in einer Gartenbeiz, wenn möglich am Wasser, in angenehmer Gesellschaft ein feines Cordon bleu zu essen.

Wann findet einen das Glück?
Wenn die Kinder auch im Erwachsenenalter mit Familie gerne zu Besuch kommen, einen tollen Job haben und mit Freuden musizieren.

Besitzen Sie alles?
Eigentlich bin ich wunschlos glücklich. Wenn man auf der Fahrt nach Mellingen im Stau steht, wäre ein Auto mit Automat wünschenswert.

Spontan kommen Freunde, was dürfen sie von Ihnen immer erwarten?
Jederzeit etwas gegen den Durst und etwas zur Verpflegung.

In welcher Epoche möchten Sie landen bei einer Zeitreise?
Am liebsten wieder in der aktuellen. Wir mussten noch keine Kriege, keine Hungersnöte oder grosse Katastrophen miterleben. Zudem sind die politischen und sozialen Verhältnisse in unserer Demokratie zu denen in anderen Staaten doch sehr vorteilhaft.

In welchem Film würden Sie gerne mitspielen?
«Mord im Orientexpress». Die Reise im Nostalgiezug durch die verschiedenen Landschaften und Länder müsste sehr reizvoll sein.

Welche Sportart würde Sie reizen?
Segeln. Die optimale Nutzung der Winde bei einer Regatta wären eine spezielle Herausforderung.

Welche Bücher lesen Sie ?
Früher waren es Bücher über das Wetter, heute über Kreuzfahrtschiffe.

Bei welchem Lied können Sie nicht sitzen bleiben?
Bei Rock ’n’ Roll aus den 1960er- und 1970er-Jahren, insbesondere die Hits aus dem Musical Grease.

Wem würden Sie gerne ein paar Fragen stellen? Welche?
Dem Astronauten Claude Nicollier. Wie sehen Länder, Kontinente und Meere aus dem All aus? Konnten Sie auch die Schweizer Alpen und Wirbelstürme sehen?

Interview: Debora Gattlen

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