Fislisbacher liessen nichts anbrennen

Fr, 18. Sep. 2020

Der FC Fislisbach schiesst den FC Othmarsingen aus dem Axpo Aargauer Cup

Das Cup-Derby zwischen dem FC Othmarsingen und dem FC Fislisbach verlief weitgehend spannungsfrei. Die Fislisbacher liessen nichts anbrennen. Sie brauchten nur auf Fehler der Bünztaler zu warten, um dann eiskalt zuzuschlagen.

Für Sportpsychologen in Ausbildung hätte dieses Derby als ideales Studienobjekt herhalten können. Da die Platzherren, die letzten Samstag im Meisterschaftsspiel in Suhr gleich mit 1:10 gedemütigt wurden. Auf der anderen Seite die Fislisbacher, die am selben Tag in Wohlen 2:0 gewannen und dabei ihre beste Saisonleistung ablieferten. Da eine Mannschaft, deren Nervenkostüm in Trümmern lag, dort ein Team auf mentalem Steigflug. Was würde das für eine Affiche geben? Die Fislisbacher trauten der Sache von vornherein nicht. Denn einer gereizten Kobra ist mit grösster Vorsicht zu begegnen. Entsprechend gingen sie die Partie eher zurückhaltend an. Gegenüber dem Wohlen-Match spielten die Fislisbacher mit Raphael Pfister anstelle von Lukas Hövel in der Innenverteidigung. Daneben «Verteidigungsminister» Silvan Bär, der wie gewohnt eine solide Leistung abrief und seine Verteidigung souverän zusammenhielt. Bei den Bünztalern kehrten, gegenüber dem Spiel in Suhr, die beiden Routiniers Burim Zeqiraj und Dominic Volger auf ihre Verteidigerpositionen zurück. Und Kristjan Bushaj stand von Beginn weg mit Gezim Zeqiraj in der Sturmformation.
Beide Teams waren sichtlich darauf bedacht, die Fehlerquote möglichst tief zu halten. So entwickelte sich ein Spiel, bei dem sich die Kontrahenten gegenseitig belauerten. Die Truppe von Beat Dünki und Michi Hermann zeigte sich bemüht, die Scharte von Suhr auszuwetzen. Bei dem angeknacksten Selbstvertrauen kein leichtes Unterfangen. Umso ärgerlicher war das Gegentor, das die Othmarsinger Sekunden vor der Halbzeit einfingen. Bei einem Corner stieg Silvan Bär völlig unbedrängt am höchsten. Sein Kopfball schlug vor Goalie Leandro Russo tückisch auf. Russo im Tor war zwar blitzschnell unten. Doch der Ball flutschte ihm aus den Händen. Pech. Ausgerechnet Russo, einer der besten Goalies in der 2. Liga. Solche Bälle hält er normalerweise mit verbundenen Augen!

Ryan Allmann machte alles klar
Die Bünztaler versuchten den Rückschlag in der zweiten Halbzeit mit viel Fleiss auszubügeln. Allein ihr Spiel in der Vorwärtsbewegung war zu fehleranfällig. Ein Fehler führte prompt zum vorentscheidenden 0:2. Ein unnötiger Ballverlust in der gegnerischen Platzhälfte. Die Fislisbacher schalteten blitzschnell um. Ryan Allmann düste abseitsverdächtig auf und davon und hatte nur noch Goalie Russo vor sich. Allmann: «Ich weiss, wie stark Leandro im Eins-zu-eins ist. Ich musste schon genau treffen, wenn ich ihn bezwingen wollte.» Und wie Allmann traf! Ein herrlicher Treffer in die entfernte tiefe Torecke. Der Mist war geführt. Einzig ein Penalty nach Schwalbe von «Heiri» Murati hätte nochmals Spannung zurückgebracht. Doch «Heiri», der selbst anlief, scheiterte am Reflex von Nicolas Métral, der das Fislisbacher Tor vernagelte. Für das angeschlagene Nervenkostüm ist die Heimniederlage der Othmarsinger natürlich Gift. Am nächsten Sonntag (14.30 Uhr) haben sie gegen den FC Wettingen die nächste Chance, in die Spur zurückzufinden. Der FC Fislisbach dagegen geht am Samstagabend (18 Uhr) mit breiter Brust ins nächste Derby gegen den Tabellenführer aus Niederwil.

Beat Gomes

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