Niederwiler Glück ist aufgebraucht

Di, 15. Sep. 2020

Fussball 2. Liga: Nun hat es auch den FC Niederwil erwischt. 1:4-Niederlage gegen Schlusslicht Sarmenstorf.

Es war ein Derby, wie es in der Vorschau vom «Reussbote» prognostiziert worden war. Hart und leidenschaftlich. Mit dem besseren Ende für das Schlusslicht aus Sarmenstorf, das dem Tabellenführer mit seinem harten Spiel förmlich den Zahn zog.

Wir schreiben die 72. Spielminute. «Habi» Habegger läuft steil in den Strafraum und kommt ganz allein aus wenigen Metern vor dem gegenerischen Tor zum Schuss. Der Ball springt hüfthoch auf. «Habi» zieht mit einem Drehschuss ab. Ein Hammer. Doch der junge «Sarmi»-Goalie Elias Probst bleibt bockstill stehen und boxt den Knaller, der genau auf ihn zufliegt, mit den Fäusten ab. Es wäre der Ausgleich zum 2:2 gewesen. Fünf Zeigerumdrehungen später machen es die Gäste aus Sarmenstorf besser. Ein Steilpass auf den mittlerweile 37-jährigen Ex-Profi Alain Schultz. Der entwischt der unsortierten Niederwiler Verteidigung – und es steht 1:3. Dieses Tor war irgendwie symptomatisch für das Spielgeschehen. Die Gäste blockten die Niederwiler Angriffsbemühungen mit ihrem körperbetonten und aufsässigen Spiel schon im Mittelfeld und setzten, wann immer es ging, zum Konter an. Lange hielten die Niederwiler dagegen. Allerdings verpassten sie es, ihre Chancen in Tore umzumünzen. Das machte «Sarmi» unter der Regie von Alain Schultz wesentlich besser. Es war Schultz, der in der 10. Minute einen Corner hoch auf die vordere Ecke spielte. Der nur gerade 1,75 Meter grosse Niederwiler Goalie Simon Zimmermann stieg hoch. Der Kopfball eines Gegner klatschte an den Querbalken. Der Ball sprang zurück mitten ins vielbeinige Gewühl vor dem Tor. Dort stand Michael Stutz, der einfach mal drauf hielt. Bumm, und der Ball lag zur Verblüffung der Niederwiler Abwehr im Netz. Es war die erste ernsthafte Offensivaktion der Sarmenstorfer. Die Niederwiler zeigten sich beeindruckt.

«Habis» Ausgleich zur rechten Zeit
Ihr Spiel war nun plötzlich nicht mehr so flüssig. Sie verwickelten sich zunehmend in Zweikämpfe, die von den Gästen mit ungeheurer Wucht, mitunter an der Grenze des Zulässigen, geführt wurden. Aber auch die Niederwiler hielten nicht zurück. Nach einem Foul im Mittelfeld sah auch Rafael Schertenleib Gelb (37. Minute). Der nominelle linke Aussenverteidiger lief für einmal völlig unbedrängt durchs Mittelfeld. Und er zog aus gut und gerne 30 Metern Distanz ab. Ein Prachtsschuss, der sich auf den letzten Metern seiner Flugbahn ideal senkte und im gegnerischen Lattenkreuz einschlug. Mit einem 1:1 ging es in die Pause. Das Momentum schien sich auf die Niederwiler Seite verschoben zu haben. So kam das Team von Gino Saporito und Reto Salm auch mit viel positiver Energie aus der Kabine. Es schien nur eine Frage der Zeit, bis die Niederwiler das Blatt gänzlich wenden würden. Die Gäste aber blieben weiter aufsässig. Die erneute «Sarmi»-Führung war jedoch so etwas von unnötig. Ein Geschenk von Peter Stauber. Der für den verletzten Dives Ambrozzo in die Startelf beorderte Routinier spielte völlig unbedrängt einen Ball aus dem Strafraum direkt in die Füsse von Fabio Huber. Der versenkte das Geschenk, am chancenlosen Simon Zimmermann vorbei, in der linken tiefen Ecke.
Die Vorentscheidung. Hätte «Habi» in der 72. Minute, wie eingangs beschrieben, seine Chance gemacht, hätte das Spiel vielleicht nochmals kippen können. Doch so hatten die Gäste letztlich leichtes Spiel, die Niederwiler Hintermannschaft noch zweimal auszuhebeln.

Derby gegen den FC Fislisbach
Heute Abend um 20.15 Uhr müssen die Niederwiler im Axpo Aargauer Cup beim 4.-Ligisten Turgi ran. Und am Samstag um 18 Uhr steigt das Derby auf dem Esp gegen den FC Fislisbach.

Beat Gomes

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