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Im neuen Primarschulhaus wird schon geheizt

Di, 13. Apr. 2021

Nach dem unerwartet kalten und nassen Winter setzt man auf der Baustelle nun besondere Mittel ein

Eine provisorische Heizung sorgt derzeit auf der Baustelle des Primarschulhauses für warme Luft. So trocknen die Böden schneller und der ambitionierte Zeitplan kann trotzdem eingehalten werden. Da will man fast die Zeit zurückdrehen und wieder die Schulbank drücken: So imposant ist ein Rundgang durch das neue Primarschulhaus bereits. Monat für Monat sind hier weitere Fortschritte zu entdecken. Mittlerweile sind die Fenster eingesetzt und Böden und Decken betoniert. Besonders imposant ist der Lichteinfall durch die nach Norden ausgerichteten Jet-Oberlichter, der durch das ganze Haus bis ins Foyer strahlt. Eigentlich eine industrielle Bauweise – irgendwie passend in einer zukünftigen «Denkfabrik.»
Im Inneren sind mehrere Handwerksbetriebe aus der Region dabei, die Haustechnik zu installieren: Heizungsund Lüftungsanlage, die Elektrik und die Sanitärbereiche, während Gipser in beeindruckendem Tempo Gipskartonplatten an Wandprofile aus verzinktem Blech schrauben. Schon entstehen erste Klassenzimmer, Gruppenräume, Büros und Bereiche für Lehrpersonen und Mitarbeitende. An den Wänden der Klassenzimmer kann man erkennen, wo die Wandtafeln hinkommen sollen: Das Gewicht dieser elektronischen Geräte tragen Stahlträger. Aus den Fenstern zu schauen ist eine wahre Freude: Der Blick fällt auf einen blühenden Kirschbaum und mehrere Lärchen, bis zum Mellinger Hexenturm und im Hintergrund den Heitersberg. Im ganzen Haus ist Arbeitslärm zu hören. Elektriker rufen sich Kommandos zu. Einer ist mit dem Bohrhammer zugange, um Kanäle in den Boden zu spitzen, während aus dem Keller elektronische Musik dröhnt und die Wände mit Baustrahlern ausgeleuchtet werden. Hier werden Rohre für die grosse Heizanlage gesägt, geschweisst und montiert. Der Heizkessel, der hier später angeschlossen wird, ist 16 Kubikmeter gross, sodass die Planer an der Nordseite einen extra Eingang für ihn schaffen mussten. Alle 20 bis 25 Jahre muss dieser ausgetauscht werden und kann durch seine eigene Türe hinausgehievt werden. Zwei Wärmespeicher werden an das mit Holzpellets und Gas betriebene Heizgerät angeschlossen. Die Lüftungsanlage nebenan ist in ihrer Grösse nicht weniger beeindruckend. Sie füllt einen vier Meter hohen, rund 70 Quadratmeter grossen Raum aus.
«Weil der Winter extrem feucht und kalt war, hat uns das einige Wochen nach hinten geworfen», sagt Bauverwalter Emanuele Soldati beim Rundgang. Darum habe man sich entschlossen, eine provisorische Heizung zu mieten. Auf die Baukosten von 16 Millionen Franken wird das keine spürbaren Auswirkungen haben. «Aber so können wir den Zeitplan einhalten, weil die Betonböden in der warmen Luft schneller fertig austrocknen.» Auf diese kommt ein zusätzlicher Unterlagsboden, der ebenfalls austrocknen muss, bevor Linoleum verlegt werden kann. Ursprünglich ist der Bezug des Hauses in den Sommerferien geplant gewesen. Ob das jetzt noch möglich ist, wird sich zeigen. «Mitte Mai wissen wir mehr», sagt Bauverwalter Soldati. Die Arbeiter auf der Baustelle geben jedenfalls Vollgas und arbeiten Hand in Hand, um die ambitionierte Vorgabe dennoch einzuhalten.

Stefan Böker

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