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Am Ende fehlte nur das Siegtüpfelchen

Di, 14. Sep. 2021

Fussball, 2. Liga: Der FC Niederwil lag gegen Wettingen in der Pause 0:2 zurück und schaffte das grosse Comeback

Der FC Niederwil lag gegen den FC Wettingen 0:2 zurück. Eine neuerliche Klatsche drohte. Als sie schon keiner mehr auf dem Zettel hatte, stellten die Niederwiler das Spiel auf den Kopf. Drei Treffer in Folge sorgten für Jubelstimmung auf der Riedmatt, die zum Schluss noch einen ärgerlichen Dämpfer erhielt.

Als Goalie Simon Zimmermann sein Team nach der Pause gleich mehrmals mit starken Reflexen vor einem höhren Rückstand bewahrte, war von einem Aufbäumen der Platzherren nichts zu sehen. Die kaum mehr erwartete Wende kam erst, als sich die Wettinger ausgetobt hatten und sich wohl etwas zu sicher fühlten. Plötzlich waren sie da, die Niederwiler Stürmer. Den ersten Schuss von Fabrice Rätz konnte der Wettinger Keeper noch abwehren. Doch gegen den «Faden» von Jamie Specker, aus 17 Meter Distanz, war kein Kraut mehr gewachsen. Mutter Specker wunderte sich am Spielfeldrand, weshalb ihr Sohnemann nach diesem Kracher sofort ausgewechselt wurde. Sie sollte aber bald realisieren, dass dahinter ein wohl überlegtes Kalkül des Trainertandems Gino Saporito/ Reto Salm steckte. Für Specker kam der lange verletzt gewesene Damian Wüthrich. Einer der an guten Tagen stets für ein Tor gut ist. Es dauerte denn auch nur wenige Minuten bis Wüthrich mit dem Kopf den 2:2-Ausgleich markierte. Kurz zuvor hatte Rätz mit einem Hammer noch die Festigkeit des Alugehäuses getestet. Die Niederwiler waren nun nicht mehr zu halten. Es gelang plötzlich, was vorher nur in Ansätzen gelingen wollte. Sie liessen Ball und Gegner laufen. Die Pässe kamen scharf und präzise. Vor allem aber war mit einem Male die Überzeugung zurück, die ihnen zuletzt immer wieder einen Streich gespielt hatte.
Das beste Beispiel war der Führungstreffer von Raphi Peterhans. Der legte sich das Kügelchen beinahe zärtlich zurecht und dirigierte es mit viel Gefühl im rechten Fuss von der Strafraumgrenze über die Wettinger Mauer, am wehrlosen Wettinger Goalie vorbei, zum 3:2 ins Tor. Schon wie der Freistoss zustande kam, zeugte vom wieder erwachten Selbstwertgefühl der Niederwiler. Fabrice Rätz tankte sich unwiderstehlich durch die gegnerischen Reihen und konnte nur mit einem Foul gestoppt werden (Foto oben). Das war wieder der FC Niederwil aus dem Vorjahr. Dazu passte, dass in der Schlussphase auch noch «Habi» Habegger auf dem Platz stand. Er, der nach der erfolgreichen letzten Saison seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte. Er kam zurück, um seine Kollegen in schweren Zeiten zu unterstützen. Pech hatte Niederwils Stürmerhoffnung Sandro Ravelli, der nach einem herzhaften Schussversuch, der beinahe das 4:2 gebracht hätte, nach nur sechs Minuten Einsatzzeit verletzt vom Platz humpelte. Vielleicht war es dieser Vorfall, der die Niederwiler ganz zum Schluss die nötige Konzentration vermissen liess. Wettingen gelang nämlich mit dem allerletzten Versuch, Sekunden vor Abpfiff des Spiels, der späte Ausgleich und verdarb den Niederwilern etwas die Festlaune.
Der FC Niederwil empfängt heute Abend (20 Uhr) den FC Schönenwerd-Niedergösgen zum Cup 1/16-Final.

Beat Gomes

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