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Run in Asien auf «ArtemiC»-Tropfen

Fr, 24. Sep. 2021

Es begann am Rohrdorferberg. Nun ist das Start-up SwissPharma Can AG in aller Munde

Als die Firma vor vier Jahren in Niederrohrdorf gestartet wurde, hätten sich die Gründer nicht träumen lassen, wo ihre Idee hinführen würde. Nun ist die SwissPharma Can AG vor allem in Asien in aller Munde. Und zwar in Form von Tropfen und Sprays mit der Bezeichnung «ArtemiC», die im Kampf gegen Covid-19 eingesetzt werden.

Es ist ein kleines Fläschchen. Gerade mal acht Zentimeter hoch und zwei Zentimeter im Durchmesser. Es enthält fünf Milligramm einer Flüssigkeit. Der Inhalt besteht aus Boswellia serrata (Weihrauch), Curcuma, Vitamin C und Artemisia (Beifuss). Alles zu hundert Prozent pflanzlich, aber nach einer bestimmten Formel hergestellt, wie es nur die Swiss PharmaCan AG (SPC) anbietet. Die Inhaltsstoffe sind nach einem weltweit patentierten Verfahren in Wasser gelöst. Das heisst, die einzelnen Wirkstoffmoleküle werden von Wasserstoffmolekülen ummantelt. Die Wirkstoffe sind sozusagen in Wasser «verpackt». Das führt zu einem geradezu phänomenalen Effekt. Vereinfacht gesagt: In Wasser «verpackte» Wirkstoffe können nach der Einnahme von den aggressiven Magensäften nicht beeinträchtigt oder zerstört werden. Das heisst, die Wirkstoffe gelangen äusserst effizient direkt bis in die äussersten Körperzellen.
Laut den von SPC publizierten Angaben wird die Bioverfügbarkeit gegenüber herkömmlichen Verabreichungen um ein Vielfaches erhöht. Das Herstellungsverfahren basiert danach auf der sogenannten Mizellentechnologie, die sich Schweizer Forscher zu eigen gemacht haben. Die SPC hat vor drei Jahren begonnen, Curcuma, Olibanum (Weihrauch) und Vitamin C in Kombination herzustellen. Ein Produkt, das gegen jede Form von Entzündungen gut sein soll. Ein paar wenige Tropfen jeden Tag in Wasser aufgelöst sollen genügen, um das Immunsystem in ausreichendem Masse zu stärken, sodass es selbst Viren und Bakterien schwer haben, in den Körper zu gelangen. Laut SPC liegen dazu mittlerweile belastbare klinische Studien nach internationalen Standards vor.

«ArtemiC» ist kein Medikament
In der Folge entstand «ArtemiC», das sich vor allem im Mittleren Osten, in Indien und Asien einer grossen Nachfrage erfreut. «ArtemiC» wurde nach internationalen Standards in Israel und Indien an Covid-19 Patienten getestet (der «Reussbote» berichtete). Die publizierte Phase 2-Studie zeitigt erstaunliche Ergebnisse: Alle mit «ArtemiC Rescue» behandelten Patienten waren binnen 15 Tagen frei von jeglicher Virenlast. Und das nach Einnahme eines Mittels, das definitiv aus natürlichen Wirkstoffen besteht und nicht als Medikament gilt. «ArtemiC» gehört zur Kategorie «Food Supplement», zu Deutsch «Lebensmittelzusatz».
Michel Fässler ist Mit-Begründer und CEO der in Niederrohrdorf gegründeten Firma SPC. Er will den neuesten Deal mit Indien nicht an die grosse Glocke hängen. «Denn der könnte Begehrlichkeiten wecken. Wir sind jetzt schon am Anschlag mit der Produktion. Die Herstellung der in Wasser gelösten Wirkstoffe kann nämlich nur mit einem ganz bestimmten Verfahren in einem eigens entwickelten Bioreaktor hergestellt werden.»
Produziert wird «ArtemiC» in der Ostschweiz an den Standorten St. Gallen und Appenzell. «Wir planen zwar den Ausbau unserer Produktionsanlagen», sagt Fässler, «doch die Nachfrage übersteigt im Moment alle vorhandenen Kapazitäten.»

Boom in Asien und in den Emiraten
Neben dem umfangreichen Liefervertrag für Indien wird mit «ArtemiC Support» zurzeit in Spanien eine Klinische Studie mit 300 Patienten angestossen, die an den Folgen von Long-Covid leiden. In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist laut Fässler zudem eine weitere Studie mit 1000 Covid-19-Patienten im Gange. In Malaysia und Thailand sei das Zulassungsverfahren für «ArtemiC» hingegen abgeschlossen. «Es ist dort im Handel bereits erhältlich», sagt Fässler.

Verkaufsfreigabe auch in Europa
Inzwischen hat das innovative Startup-Unternehmen, das in Niederrohrdorf geboren ist, den Durchbruch auch auf dem europäischen Markt geschafft. Michel Fässler dazu: «In diesen Tagen hat uns Deutschland ganz offiziell die Verkehrsfähigkeits-Bescheinigung erteilt. Damit steht dem Vertrieb und Verkauf unserer Produkte zur Stärkung des eigenen Immunsystems nichts mehr im Weg.» Laut Hersteller bietet die regelmässige Einnahme von «ArtemiC Support» den besten präventiven Schutz gegen Infektionskrankheiten. Sollte das Virus ausnahmsweise trotzdem obsiegen, kommt wie eingangs erwähnt, «ArtemiC Rescue» zur Anwendung.
Bleibt nur die Frage, wann «ArtemiC» auch hierzulande erhältlich sein wird? Michel Fässler: «In der Schweiz ist bekanntlich alles ein wenig komplizierter und Prozesse dauern länger. Es steht aber jedermann frei, unsere Produkte ab sofort online auf der deutschen Plattform «artemic.shop» zu beziehen.»

Beat Gomes

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