Parteien stellen Antrag zur Rückweisung

Fr, 19. Nov. 2021

Die vier Ortsparteien verlangen an der Gmeind Überprüfung des Standorts und der Haustechnik

Hört man sich vor der Gemeindeversammlung in Niederrohrdorf um, dürfte den Stimmberechtigten eine lange Gmeind bevorstehen. Vor allem die Erweiterung der Schulanlage Rüsler steht im Fokus der Traktanden. Die Ortsparteien weisen das Projekt in zwei Punkten zurück.

Es geht um viele Zahlen an der Gmeind Niederrohrdorf. Da ist einerseits das Budget mit einem unveränderten Steuerfuss von 97 Prozent, das mit einem Plus von 80 000 Franken rechnet. Dann geht es weiter um zwei Kreditabrechnungen und um die Einführung eines neuen Baugebührenreglements in Zusammenhang mit der Revision der Bau- und Nutzungsordnung (BNO). Die Gebühren waren bis anhin in einem Anhang zur BNO geregelt, neu soll ein eigenständiges Reglement die Gebühren regeln für Baubewilligungen, Abschreibungen, Beizug von Expertisen/Fachgutachten, Nichtbefolgen von Vorschriften sowie für den Gebrauch von öffentlichen Strassen. Die Gebühren werden im neuen Reglement nicht erhöht, sondern lediglich die Bemessung derselben angepasst.

3,27 Millionen für die Projektierung
Wohl das gewichtigste Traktandum, in dem es um Zahlen geht, ist die Erweiterung der Schulanlage Rüsler. Geplant ist der Bau eines gemeinsamen Schulhauses In Niederrohrdorf für die Primarschule und die Kreisschule Rohrdorf (Oberstufe mit Bez, Sek und Real). Die Gemeinden Bellikon, Niederrohrdorf, Oberrohrdorf und Remetschwil unterbreiten den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern einen Projektierungskredit von total 3,27 Millionen Franken. Aufgrund der Berechnungen entfällt auf Niederrohrdorf ein Anteil von 2,303 Mio. Fr. (Anteil Primarschule 1,766 Mio., Anteil Oberstufe 537 000 Fr.). Gleichzeitig wird der Gemeindeversammlung der Projektierungskredit für die Anpassungen am Schulhaus Rüsler im Betrag von 142 000 Fr. unterbreitet (inklusive Abbruch Pavillons und Neubau roter Platz).

Jim Knopf erwächst Gegenwind
Das Projekt dürfte einige Diskussionen auslösen, das hat sich bereits am Informationsabend der Gemeinde gezeigt. Umstritten war die Verlegung des roten Platzes, der dem Neubau weichen muss sowie die hohen Energie-Kosten. Inzwischen haben sich die Gegner formiert und ihre Argumente auf einer eigenen Homepage aufgeschaltet (www.schulraum-erweiterung-niederrohrdorf.ch). Die Ortsparteien stellen das Projekt nicht grundsätzlich infrage. Dennoch weisen sie Jim Knopf zurück. So schreibt die FDP auf ihrer Homepage: «Für Schulerweiterung – mit Zurückweisung in zwei wichtigen Punkten: 1. Der Standort ist zu überprüfen und so zu wählen, dass eine möglichst grosse zusammenhängende Fläche als Sport- und Pausenplatz sowie für Veranstaltungen bestehen bleibt. Hierzu sind auch die Bedürfnisse der Vereine wie auch der Grundsatz des verdichteten Bauens zu berücksichtigen. 2. Das Projekt ist bezüglich energetischer und raumklimatischer Hinsicht zu verbessern, insbesondere ist eine passive Kühlanlage zu prüfen (Nachtkühlung). Das Haustechnikkonzept mit tiefen Installations- und Betriebskosten ist im überarbeiteten Projekt aufzuzeigen. Die Schulerweiterung ist am 26. November mit diesen zwei Punkten zurückzuweisen. Damit es eine rundum durchdachte Schulerweiterung gibt, für unsere Kinder, für unsere Zukunft. FDP Niederrohrdorf zusammen mit den Regionalparteien Mitte, SP und GLP.» Die Kosten für das neue Schulhaus werden mit total 17,250 Mio. Fr. veranschlagt.

BNO, Pumptrack und Entsorgungsreglement
Neben einer Finanzierungsbeteiligung an eine von privater Seite initiierten Pumptrack-Anlage (siehe Bericht auf Seite 3 in dieser Ausgabe) unterbreitet der Gemeinderat eine Teil-Anpassung des Entsorgung-Gebührenreglementes. Dabei geht es um die Grüngutgebühren. Neu gibt es einen Tarif für 60-Liter-Behälter. Die Gebühren sollen soll zudem erhöht, die Grundgebühr dafür gesenkt werden. Die Anpassung der Gebühren erfolgt, weil der Deckungsgrad nur bei 68 Prozent liegt. Mit der Einführung der neuen Gebühren soll die Gültigkeit neu auf das Kalenderjahr angepasst werden.
Schliesslich befindet die Gemeindeversammlung über die Revision der Bau- und Nutzungsordnung (BNO). Die BNO besteht aus dem Bauzonenplan, dem Kulturlandplan und der Bau- und Nutzungsordnung. Ebenfalls Bestandteil der Vorlage, jedoch nicht genehmigungspflichtig, ist der Planungsbericht. Dieser dient lediglich der Erläuterungen.

Benedikt Nüssli

Gemeindeversammlung in Niederrohrdorf: Freitag, 26. November, 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Rüsler

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