110 Plätze für rund 5 Millionen Franken
03.07.2026 MellingenMellingen: An einer Infoveranstaltung gab es Neuigkeiten zu den Projekten Tiefgarage und Park am Lindenplatz
Rund 60 Personen besuchten am Dienstagabend die Infoveranstaltung des Stadtrats zum Projekt Tiefgarage am Lindenplatz und dem geplanten Stadtpark darüber. Zur Garage ...
Mellingen: An einer Infoveranstaltung gab es Neuigkeiten zu den Projekten Tiefgarage und Park am Lindenplatz
Rund 60 Personen besuchten am Dienstagabend die Infoveranstaltung des Stadtrats zum Projekt Tiefgarage am Lindenplatz und dem geplanten Stadtpark darüber. Zur Garage und der Parkgestaltung kann die Bevölkerung bis 16. August ihre Meinung online äussern.
Stadtpräsidentin Györgyi Schaeffer begrüsste die Anwesenden im Alterszentrum und freute sich über das Interesse am Informationsanlass. «Ein Parkplatz wird zur grünen Lunge und zum Treffpunkt» lautete der Titel der Folie, welche zum Start auflag. Zur Erinnerung: Der grosse Parkplatz am Lindenplatz soll durch eine neue Tiefgarage ersetzt werden. Darüber soll ein urbaner Stadtpark für die Bevölkerung entstehen. Mit der Garage soll die Altstadt von dauerparkierenden Autos «befreit» werden. Der Park soll die Wohnqualität der Anwohner erhöhen.
Baueingabe erfolgt demnächst
An der Winter-Gmeind 2025 wurde ein Projektierungskredit für den Neubau der Garage genehmigt. Nun liegt das Projekt vor. «Wir sind soweit, dass wir in den nächsten Tagen die Baueingabe machen können», sagte Paul Zürcher, Architekt und Alt-Gemeindeammann. Er hat das Projekt mit Statikern zusammen die letzten Monate erarbeitet. Geplant ist eine Tiefgarage mit 110 Plätzen aufgrund einer Empfehlung der Planungskommission; zuerst waren 87 Plätze geplant. Die Garage solle wegen der Kosten einfach gestaltet werden. Sie würde ähnlich aussehen wie die Migros-Tiefgarage, mit schrägen und geraden Parkfeldern. Die Einfahrt wird westlich, auf der Seite Salzmattstrasse, zu liegen kommen und offen stehen (keine Schranke). Angedacht ist laut Zürcher, einen Teil der Parkplätze zu vermieten. «Doch das müssen die politischen Behörden entscheiden», so der Architekt. Das Preisschild: Circa 43 600 Franken pro Parkplatz. Bei 110 Plätzen sind das knapp fünf Millionen Franken Baukosten. «Die Garage sollte das Geld wieder reinbringen», so Zürcher. Er empfahl, die Parkplätze am Lindenplatz während der Bauzeit etappenweise aufzuheben. 40 der rund aktuellen 70 Parkplätze Richtung Stadttörli sollten erst in der zweite Bauetappe verschwinden. «Sonst ist das Gewerbe im Städtli sehr gefährdet», so Zürcher. Ein Anwesender wollte wissen, ob Carparkplätze geplant sind in der Garage. Nein. Diese seien auch oberirdisch aufgehoben. Die Recycling-Sammelstelle, nach der jemand fragte, sie soll aufgehoben werden. Wie hoch wird die Überdeckung des «Deckels» mit Humus? 80 Zentimeter dick. Paul Zürcher erklärte, dass die Bauweise klimafreundlich geplant sei. Wie man denn die Altstadt-Bewohner und andere Leute in die Tiefgarage bringen will, war eine weitere Frage. Stadtpräsidentin Györgyi Schaeffer erklärte: «Die Hoffnung ist, dass die Tiefgarage attraktiver ist als das Auto draussen stehen zu lassen.»
Verschiedene Varianten für den Park
An der zweiten Präsentation stellte Landschaftsarchitekt Stephan Karlen die Ideen für den Park vor. Der Park stelle die Situation von 1952 vor der Stadtmauer wieder her. Er zeigte ein Foto der Zeit. «Doch heute geht es nicht mehr darum, Gemüse anzupflanzen.» Ziel ist, klimafreundliche Flächen in Mellingen zu schaffen. Karlen präsentierte verschiedene Varianten des Parks. Eine sieht sehr viele Bäume und Pflanzen vor, andere weniger. Dort liegt der Schwerpunkt auf einer Gestaltung für sportliche Aktivitäten, Spiele oder Begegnung. «Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl», sagte Karlen. Alle Varianten können in der nun begonnenen E-Mitwirkung auf der Website der Stadt betrachtet werden. In einem Mitwirkungsverfahren soll die Bevölkerung an der Nutzung und Gestaltung des Parks und der Tiefgarage beteiligt werden. Am Dienstag, 30. Juni, hat die E-Mitwirkung begonnen, welche Kristina Volic von Bau und Planung erklärte. Im Internet kann man Fragen beantworten und eigene Vorschläge einbringen. Man muss sich dafür registrieren. «Wir möchten repräsentive Ergebnisse aus der E-Mitwirkung ziehen», sagte Volic. Pro Person ist eine Teilnahme möglich. Nächste Woche wird ein Einladungs-Flyer in alle Haushaltungen verschickt.
Moritz Hubschmid, machte, auch ohne E-Mitwirkung, bereits klar, was sein Wunsch ist: eine Toilette im Areal. Die war bisher nicht vorgesehen.
Marc Benedetti

