Ackerbautag auf dem Mägenwiler Zelglihof

Mo, 19. Mai. 2014
Geri Busslinger vom Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg überreicht Nationalrat Hansjörg Knecht (links) einen Geschenkkorb nach dessen Eröffnungsansprache.

 

 

Der Zelglihof eignet sich aufgrund seiner Betriebsgebäude und der Vielfalt seiner angepflanzten Kulturen gut für eine Grossveranstaltung wie den jährlich vom Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg ins Leben gerufenen Ackerbautag. Nebst der Viehhaltung mit Milchproduktion ist der Betrieb von Daniel und Silvia Habegger tätig im Futter- und Getreideanbau und stellt auch grössere Mengen Verarbeitungsgemüse und Zuckermais her. Letzten Herbst sagte Daniel Habegger dem Zentrum Liebegg zu und legte seither Musterbeete im freien Feld an. Folienmais, Raps, Erbsen und Spinat wurden auf Versuchsflächen eigens für den Ackerbautag 2014 angesät. Für das Gemüse, speziell den Spinat und die Erbsen, war das Wetter seit Ostern einfach nur miserabel. Sehr grosse Ernteausfälle sind deshalb gemäss Habegger zu erwarten. Bei den Zuckerrüben lässt sich mit gutem Schutz noch etwas herausholen, betont der erfahrene Landwirt. Aufgrund des vielen Regens entwickelten sich nun zwar viele Kulturen nicht optimal. Aber gerade diese negative Entwicklung bot am vergangenen Freitag für die 200 Bauern interessanten Anschauungsunterricht. 

Nach der Begrüssung durch Andi Distel vom Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg referierte Nationalrat Hansjörg Knecht aus Leibstadt zum Stellenwert und den Marktaussichten des Schweizer Ackerbaus. Er zeigte sich überzeugt von der Landwirtschaft als einer  Zukunftsbranche, man müsse ihr jedoch enorm Sorge tragen. Knecht zitierte den Philosophen Jean-Jacques Rousseau wie folgt: «So lange der Ackerbau geehrt wurde, gab es weder Elend noch Müssiggang.»

In diesem Sinne bildeten sich die Bauern auf dem Rundgang bei den Posten Pflanzenschutz (Spritzenreinigung, Abstandsauflagen und Düsentypen), Ackerbau (Folienmais und Rapsdrusch-Optimierung), Futterbau (Vorführung von Schnitttechniken mit Maschinen) sowie Verarbeitungsgemüse (Herbizidvarianten in Erbsen und Spinat) weiter. Anschliessend sorgten Silvia Habegger und ihr Team von befreundeten Bäuerinnen für die Verköstigung der Gäste. Damit noch nicht genug, empfingen Habeggers am Samstag 40 Familien, die bei der Migros einen «Wiesenmilch»-Wettbewerb gewonnen hatten und zeigten ihnen ihren interessanten Betrieb. 

 

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