Das neueste Laser-Monster ist «gelandet»!

Fr, 29. Mai. 2020

Konrad und Susanne Herzog haben sich ein neues «Baby» ins Haus geholt. Der neueste 3D-Laser-Schneidroboter ist in den Hallen der Lastech AG in Mellingen eingetroffen. Damit hat die Unternehmerfamilie der Erfolgsgeschichte ihrer Firma einen weiteren Meilenstein hinzugefügt.

Konrad Herzog steht da in seinem hellblau-weiss gestreiften Hemd. Kurzärmelig und über alle Lachmuskeln strahlend. «Ja, so etwas kann einem schon mit Stolz erfüllen», sagt er, bevor er sich mit seinem stellvertretenden Geschäftsleiter Reto Sägesser und Produktionsleiter Andreas Seiler mit dem nötigen Corona-Abstand zum Fotoshooting vor die neue Maschine stellt. Es handelt sich um die neueste Generation in der dreidimensionalen Lasertechnik. Fünf Techniker sind aus Deutschland angereist, um das Ungetüm in den nächsten drei Wochen zusammenzubauen und in Betrieb zu nehmen. Nach der Endmontage wird die Maschine sieben Meter in der Länge und sechs Meter in der Breite messen und zehn Tonnen schwer sein. Um das Vehikel überhaupt in die Halle stellen zu können, mussten vorher extra bauliche Massnahmen getroffen werden. Die neue Anlage ist entwickelt worden, um die immer höheren Anforderungen von Blechverarbeitern wie der Lastech zu erfüllen. Denn die Laserschneidtechnik entwickelt sich ständig weiter. Als sich Konrad Herzog 1989 an der Stetterstrasse mit einer vergleichsweise kleinen Laserschneidmaschine ins unternehmerische Abenteuer stürzte, konnte er sich kaum vorstellen, wohin der Weg einmal führen würde. «Damals», so erzählt er, «war das Lasern, im Vergleich zu heute, eine eher langsame Technik mit begrenzten Einsatzmöglichkeiten. Heute sind der Laserschneidtechnik kaum mehr Grenzen gesetzt.» Was sich in den modernen Büros und in den Werkhallen der Lastech abspielt, ist nur schwer zu beschreiben. Am ehesten vielleicht noch so: Wer immer einen Plan hat oder eine Idee auf einem digitalen Datenträger mitbringt: Die Lastech-Techniker werden eine Lösung finden.

Kontinuierliche Entwicklung
Waren bei der Gründung vier Mann dabei, beschäftigt Lastech heute 49 Leute aus zwölf verschiedenen Nationen. Damit Susanne und Konrad Herzog ihr stetig wachsendes Unternehmen am Standort an der Birrfeldstrasse 35 überhaupt halten konnten, haben sie in den letzten Jahren kräftig in die Halle investiert.
Ein Zwischenboden auf stählernen Füssen und Trägern wurde in die Halle eingezogen. So konnten die Produktionsfläche erhalten und die Büro-, Aufenthalts- und Garderobenräume unters Hallendach gehievt werden.
Die Herzogs sind Unternehmer nach altem Schrot und Korn im besten Sinne. Gewinnmaximierung ist nicht das oberste Ziel. Die Mitarbeitenden stehen im Zentrum. «Ohne sie wären wir nie so weit gekommen», sagen Susanne und Konrad Herzog unisono. «Dank ihrer hohen Kompetenz und der Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeitenden, stehen wir heute so da.»

Gut durch die Corona-Krise
Die Corona-Krise konnte der Lastech wenig anhaben. Zwar blieb auch sie nicht gänzlich verschont. Die Grenzgänger aus Deutschland erschienen teilweise schon um fünf Uhr früh am Arbeitsplatz, um die berüchtigten Wartezeiten an der Landesgrenze zu umgehen. Auch musste der eine oder andere vorsorglich zu Hause bleiben, wenn sich gewisse Krankheitssymtome zeigten. Aber sonst lief die Produktion auf Hochtouren.
Allerdings musste Susanne Herzog wegen der Corona-Einschränkungen auf ihre wöchentlichen Gymnastiklektionen mit dem Personal verzichten. Sie, die nebenbei auch noch die «Naturpraxis Baden» betreibt, in der sie verschiedene Therapieformen und Behandlungen anbietet, hält die Lastech-Mitarbeiter zu gesunder Lebensweise an. Dazu gehört in normalen Zeiten die gemeinsame Gymnastik in der erweiterten Znünipause. «Unsere Mitarbeitenden sollen sich wohlfühlen», sagt Susanne Herzog. Deshalb wurde auch im Obergeschoss über der Werkhalle ein Bistro, ein Ruheraum und grosszügige Garderoben mit Duschen eingerichtet. Konrad Herzog (59) sieht seine Firma für die Zukunft gut aufgestellt. Durch die Integration der Rohrbiegerei, die von der Firma Schoop AG in Dättwil übernommen werden konnte, habe das Kundensegment zusätzlich erweitert werden können.

Ein dicker Brocken
Von den drei Söhnen der Herzogs sind mit Pascal (29) und Nicolas (25) zwei in der Firma, sodass sich auch hier Perspektiven für die Zukunft abzeichnen. Die Investition von rund einer Million Franken in die neue 3D-Laserschneidmaschine aus Turin ist für ein KMU wie die Lastech ein grosser Brocken. Aber gerade die kontinuierlichen Investitionen seit der Gründerzeit, haben die Lastech AG zu dem gemacht, was sie heute ist: Ein führendes Unternehmen in der Lasertechnik, das mit seiner Kompetenz und Leistungsfähigkeit weit über die Region hinausstrahlt. Mehr dazu: auf der Website lastech.ch.

Beat Gomes

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