Positiv in die Zukunft schauen

Di, 14. Jul. 2020

Sabrina Fraissler übernahm zusammen mit ihrem Mann Tali am 27. November das Restaurant Weisses Kreuz in der Altstadt von Mellingen. Kaum gestartet, kam der Lockdown. Die junge Wirtin lässt sich dadurch nicht unterkriegen. Kraft geben ihr ihre Familie und die Stammgäste.

Wie sind Sie mit dem Restaurant gestartet und wie haben Sie und Ihr Mann die Corona-Krise erlebt?
Sabrina Fraissler: Wir konnten in der kurzen Zeit seit unserer Eröffnung bereits viele Kunden und Vereine zu unseren Gästen zählen. In der Weihnachtszeit und im Januar konnten wir zudem viele Firmenanlässe durchführen. Genossen haben wir auch die Fasnachtszeit. Wir freuten uns, einen Beitrag zu leisten, um die geschichtsträchtige Tradition des «Weissen Kreuzes» wieder aufleben zu lassen. Leider wurden wir dann aber durch den Lockdown ausgebremst. Wir mussten das Restaurant drei Monate schliessen.

Was haben Sie und Ihr Mann während des Lockdowns gemacht?
Immer wieder riefen unsere Stammgäste uns auch während dem Lockdown an und fragten, wie es uns geht. Dafür sind wir sehr dankbar. Wir haben die Zeit genutzt und eine Weinstube eingerichtet. In der Stube kann man rauchen und ein Glas Wein mit Freunden trinken.
Im Sommer ist der Raum gegen die Sommerterrasse offen. Bei der Terrasse mussten wir wegen den geltenden Abstandsvorschriften Tische entfernen.

Wie sieht die neue «Normalität» bei Ihnen im Restaurant aus?
Ganz ist die Normalität noch nicht zurückgekehrt. Aktuell sind noch Sommerferien. Die Stammgäste kommen bereits wieder. Bei schönem Wetter lässt sich die Corona-Situation fast vergessen. Alle, die wegen Corona nicht in den Urlaub fahren, können sich bei uns kulinarisch verwöhnen lassen. Mediterranes Ambiente mit Laternen und zum Essen zum Beispiel eine leckere Fischplatte von Küchenchef Tali – so kann man den Urlaub auch nach Mellingen holen. Zu den Sommerferien gehört auch ein gutes Eis. Aktuell gibt es bei uns auf der Terrasse eine Glacetheke mit Bauernhofglaces aus Mägenwil. Wer mag kann das Eis auch im Becher mitnehmen.

Wo ist das Reusstal am schönsten?
Natürlich bei uns auf der Sommerterrasse. Mellingen mit seiner historischen Altstadt und dem schönen Fluss ist immer einen Ausflug wert.

Was ist für Sie Luxus?
Luxus ist für mich, wenn ich Zeit mit meiner sechsjährigen Tochter verbringen kann.

Wann findet einen das Glück?
Wenn man mit sich selbst zufrieden ist.

Besitzen Sie alles? Oder sind da noch Wünsche offen?
Ich habe keine Wünsche, solange ich und meine Familie gesund sind.

Wenn Sie nicht Wirtin vom «Weissen Kreuz» wären, welchen Beruf würden Sie dann ausüben?
Mein Traumberuf ist nach wie vor in der Gastronomie. Wenn ich einen anderen Beruf wählen müsste, würde ich trotzdem etwas machen, bei dem ich Kontakt mit Menschen hätte.

Spontan kommen Freunde, was dürfen sie von Ihnen immer erwarten?
Gute Laune und immer ein gutes Glas Wein.

Welche Sportart üben Sie aus?
Als Ausgleich zu meiner Arbeit jogge ich und gehe ins Fitness. Das mache ich nicht in erster Linie um zu trainieren, sondern aus dem gesundheitlichen Aspekt.

Lesen Sie ein Buch? Welches?
Aktuell lese ich «Der Alchimist» von Paulo Coelho. Ansonsten lese ich gerne Fachliteratur wie Gourmetzeitschriften oder stöbere in Kochbüchern.

Bei welchem Lied können Sie nicht sitzen bleiben?
Ich habe keine Vorlieben. Je nach Stimmung passe ich die Musik an.

Interview: Debora Gattlen

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