Nomen est omen

Fr, 14. Aug. 2020

Die Gemeinde Wohlenschwil ist im Gespräch, und zwar über die Region hinaus! Man spricht vom 1600-Seelen-Dorf, nicht nur im unteren Reusstal, sondern im ganzen Kanton. Zwar verfügt «Wolischwil», wie die Einheimischen sagen, schon lange über gewisse Attraktionen. Denken wir nur an die langjährige Frau Gemeindeammann, welche schon seit gefühlten Urzeiten in der Gemeinde-Exekutive ihre Arbeit erledigt. Gibt es im Kanton Aargau überhaupt eine(n) (Frau) Gemeindeammann, die (der) sich schon länger als 22 Jahre im Amt befindet? *
Anderseits: Was sind schon gut zwei Jahrzehnte, wenn wir uns das Alter der Alten Kirche in Wohlenschwil vor Augen führen? 750 Jahre werden im September 2021 gefeiert! In der heutigen Kulturstätte wirkte im 19. Jahrhundert ein Pfarrer namens Peter Welti, der es faustdick hinter den Ohren hatte. Über seine seelsorgerischen Qualitäten ist nicht viel überliefert worden, doch im weltlichen Leben sorgte Welti für Bemerkenswertes. Für seine Taten als Postkutschenräuber und mehrfacher Brandstifter musste er mit seinem Leben bezahlen, wurde er doch 1834 in Baden durch das Schwert hingerichtet.
Soweit Wohlenschwils bisherige Besonderheiten. Nun aber sorgt ein Flurname in der grössten Aargauer Zeitung für Aufsehen: «Nüeltsche». Über dessen Bedeutung und Herkunft zerbricht man sich offenbar im halben Kanton den Kopf. So richtig bekannt geworden ist der Flurname durch eine Grossüberbauung am Rande des Dorfes. Und dazu passt «Nüeltsche» perfekt. Der Name soll nämlich einen Zusammenhang mit dem Verb «nuele/ nüele» haben, welches unter anderem die Bedeutung von «herumgraben» hat. Was man bei dieser Überbauung ausgiebig getan hat.

Jean

* Antwort auf diese Frage bitte an textejean@gmx.ch

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