2. Liga: FC Fislisbach gewinnt in Sarmenstorf 3:2 und holt im 3. Meisterschaftsspiel die ersten drei Punkte
Der FC Fislisbach holt beim FC Sarmenstorf die ersten drei hart erkämpften Zähler in der noch jungen Meisterschaft. Mann des Spiels war zweifellos Dominic Nussbaumer. Der ...
2. Liga: FC Fislisbach gewinnt in Sarmenstorf 3:2 und holt im 3. Meisterschaftsspiel die ersten drei Punkte
Der FC Fislisbach holt beim FC Sarmenstorf die ersten drei hart erkämpften Zähler in der noch jungen Meisterschaft. Mann des Spiels war zweifellos Dominic Nussbaumer. Der Fislisbacher Hüter hexte mit einigen starken Paraden sein Team zum Sieg.
Ein Urschrei hallt über das Bühlmoss in Sarmenstorf. Dominic Nussbaumer streckt die linke Faust in die Luft. Geschafft! Geschafft war auch Sportchef Christian Umbricht, der einen Stossseufzer zum Himmel schickte. «Wenn das so weiter geht, werde ich als Sportchef nicht alt.» Das Trainergespann Christian Jäggi und Ramona Armuzzi verharrte noch 20 Minuten ermattet auf der Trainerbank. Es war in der Tat kein Spiel für schwache Nerven. Die Sarmenstorfer warfen in den Schlussminuten nochmals alles in die Waagschale. Und das war nicht wenig. «Sarmi» verfügt in der Offensive über beachtliche «Wasserverdrängung». Die Fislisbacher drohten in der Schlussphase an der überlegenen Physis der Gastgeber zu zerbrechen. Doch da stand einer, der in den ersten beiden Meisterschaftspartien bei mehr als nur einem Gegentreffer nicht gerade vorteilhaft aussah: Dominic Nussbaumer. Der Mann, der während des Lockdowns sein Gartenhäuschen zu einem Fitnessstudio umgebaut und täglich in der Folterkammer geschuftet hatte. Schon in der Anfangsphase bewahrte er sein Team mit einigen glänzenden Paraden vor einem Rückstand. Allerdings zeigte sich der FC Fislisbach gegenüber der 1:5-Heimschlappe vor einer Woche zu Hause gegen Schönenwerd-Niedergösgen defensiv wesentlich verbessert. Mit Lukas Hövel und Justin Comas setzte Trainer Jäggi vor der Dreierabwehr (mit Silvan Bär, Remo Peterhans und Manuel Schneider) eine Art Doppelsechs ein. Davor übernahm Yannic Frei mit der Nummer 11 auf dem Rücken die Funktion des «Zehners». In dieser Formation gelang es wiederholt schnelle Ballstafetten nach vorne zu tragen. Die Sarmenstorfer hatten Mühe mit ihren quirligen und trickreichen Gegenspielern. So auch, als Christian Maier einem Verteidiger in dessen eigener Zone den Ball abjagte und zu Patrick Meier durchsteckte. Der zögerte nicht und versteckte den Ball mit einem Spitzkick aus spitzem Winkel in die gegnerische Torwartecke. Das 2:0 durch Ryan Allmann war ein Glanzpunkt dieser Partie. Er setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und lupfte den Ball mit einem Kunstschuss über den Torhüter in die hintere hohe Ecke. Als auch noch Yannic Frei nach einem Sololauf traf, schien das Ding gegessen. War es aber nicht. Die Sarmenstorfer machten noch vor der Halbzeit das 1:3. Und in der zweiten Halbzeit setzten sie zu einem Dauersturmlauf an. Mehr als ein Penaltytor wollte aber nicht mehr gelingen. Der FC Fislisbach wankte zwar, aber er fiel nicht. Entsprechend laut wurde der erste Sieg hinterher in der Kabine gefeiert.
Beat Gomes