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GASTKOLUMNE

Di, 01. Dez. 2020

Martin Skalsky studierte Komposition an der ZHdK, sowie Musikwissenschaft, Wirtschaft und Informatik an der Uni Zürich. Er komponierte die Musik für viele Kinofilme und Fernsehserien. Sein Debütfilm als Regisseur – «Cody – the dog days are over» – kam 2019 ins Kino.

«Schwigis», ich liebe euch!

Nun, meine Schwiegereltern sind da, wenn wir sie brauchen und nicht da, wenn wir sie nicht brauchen. Ideal, nicht? Sie kümmern sich so liebevoll um unsere Goldschatz-Kinder, dass es mich häufig sprachlos auf ihrem Sofa versinken lässt, die Szenerie beobachtend, wie Opapi auf den Knien kriechend spielt, während Omami die guten Düfte aus der Küche zaubert. Und dann kann ich mich auch noch an den Tisch setzen und mich verwöhnen lassen. Dafür darf ich jetzt auch auf diesem unkonventionellen Weg einmal danke sagen. Danke!
Gut, ich musste mich natürlich auch gegen einige Konkurrenz durchsetzen und mich zuerst um das Vertrauen bewerben. Das verstehe ich natürlich. Nicht. Und doch. Denn würde eine meiner Töchter in einigen, möglichst fernen, Jahren mit so einem wie mir antanzen, Halleluja. Auch dafür gebührt meinen «Schwigis» mein grosser Respekt, dass sie es immer wieder mit mir aufnehmen. Ja, ich liebe euch, «Schwigis», ihr seid die Besten, Grössten, Tollsten, Einzigartigsten – die Einzigen.
Das lässt sich nicht vermeiden, ihr seid die Einzigen. Konkurrenzlos. Ich hatte auch keine Wahl. Wobei, ich hatte schon eine Wahl, aber nicht was die Kombination betrifft. Also, meine Frau = diese «Schwigis». Diese «Schwigis» = diese Frau. Euch gabs nur in Kombination und das ist auch gut so! Denn ihr bereichert mein Leben Tag für Tag und deshalb wünsche ich euch ein tolles, gesundes, langes Leben und weiterhin viel Freude an euren Enkel-Goldschätzen, eurer Tochter und ja, Cody und ich gehören jetzt auch zur ominösen Kombination.
Damit diese Kolumne sich aber nicht selbst in Sentimentalität auflöst, noch was ganz anderes: liebe SBB, ich muss schon immer wieder über euch schmunzeln. Da baut ihr ein Riesengerüst am Bahnhof Mellingen auf, die Kosten belaufen sich laut Projektbeschrieb auf 600 000 Franken. Alle Wartenden am Perron in der frühmorgendlichen Kälte denken sich: endlich mal eine gescheite Idee, das Perrondach wird verlängert und wohl auch endlich die nötige Treppe vorne vom Perron weg Höhenweg-seitig angebracht. Toll! Beim genaueren Betrachten der Projektinfos jedoch dies: es wird lediglich das bestehende Dach saniert. Hm. Weitsicht. Wieder, Fehlanzeige. Das hat aber wohlgemerkt nichts mit meinen Schwiegereltern zu tun. Die liebe ich. Aber die sind ja auch nicht die SBB. Und – wie würde Klaus Wowereit sagen: «… und das ist auch gut so.»

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