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Stromunterbruch am Rohrdorferberg

Di, 16. Feb. 2021

In Fislisbach, Niederrohrdorf, Oberrohrdorf und Remetschwil kam es zu einem Stromausfall

Am Freitagabend wurde es am Rohrdorferberg dunkel. Grund für den Stromunterbruch war ein defektes Kabel. Die letzten Kunden in Oberrohrdorf hatten erst nach 22 Uhr wieder Strom.

Kurz vor 20 Uhr kam es am Freitagabend, 12. Februar, am Rohrdorferberg zu einem Stromunterbruch. Wie die AEW Energie AG mitteilt, liegt die Ursache bei einem defekten Kabel in Oberrohrdorf. Dieser Defekt hatte zu einer automatischen Sicherheitsausschaltung im Unterwerk Dättwil geführt. Vom Stromunterbruch betroffen waren die Gemeinden Niederrohrdorf und Oberrohrdorf, sowie Teile von Fislisbach und Remetschwil-Busslingen. Laut AEW Energie AG konnten die ersten Kundinnen und Kunden ab 20.35 Uhr wieder mit Strom versorgt werden. Das gilt für Niederrohrdorf, etwas später kamen die Fislisbacher und die Remetschwiler wieder an den Strom. Länger gedulden mussten sich die Oberrohrdorfer. Dort hatten die letzten Kundinnen und Kunden erst gegen 22.30 Uhr wieder elektrisches Licht und heisses Wasser. Die defekte Leitung soll nun ersetzt werden.

«Ein Notfall kam nicht rein»
Immerhin zeigte der Stromunterbruch am Rohrdorferberg, dass die im Oktober 2020 eingerichteten Notfalltreffpunkte in den Gemeinden funktionieren. Das Projekt «Notfalltreffpunkte» ist von der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz ins Leben gerufen worden. Es wurde mit kommunalen und regionalen Partnern wie Gemeinden, regionalen Führungsorganen, Feuerwehren, Zivilschutz und weiteren Partnern gemeinsam umgesetzt worden. Dies vor dem Hintergrund, dass unerwartete Ereignisse den Alltag auf den Kopf stellen können – zum Beispiel ein längerer Stromunterbruch.
In Niederrohrdorf jedenfalls hatte Marc Hägler, Kommandant der Feuerwehr Rohrdorf, wenige Minuten nach dem Stromausfall einen Alarm ausgelöst. Daraufhin war das Feuerwehrdepot mit einigen Leuten besetzt worden. Ausserdem waren auch Verantwortliche zu den Notfalltreffpunkten in Niederrohrdorf an die Holzrütistrasse 1, beim Werkhof, geschickt worden und in Oberrohrdorf zum Gemeindehaus an der Ringstrasse 2.
Kommandant Hägler sagt, es sei plötzlich überall stockdunkel geworden. Für ihn sei das Vorgehen daraufhin klar gewesen. In Niederrohrdorf konnte der Einsatz beim Notfalltreffpunkt bald beendet werden. In Oberrohrdorf blieb der Posten aber längere Zeit besetzt, bis vor 23 Uhr, als das Licht wieder überall anging. In Oberrohrdorf seien ein paar Personen beim Notfalltreffpunkt Gemeindehaus vorbei gekommen. Unter anderem ein UPC-Monteur, der von seinen Kunden auf das nichtfunktionierende Internet aufmerksam gemacht worden war. Die Kommunikation über das Handy sei aber bei den meisten gewährleistet gewesen. «Und ein Notfall kam nicht rein», sagt Marc Hägler.

Notfalltreffpunkte funktionieren
Sowohl die Gemeinde als auch die Feuerwehr könnten die Inbetriebnahme der Notfalltreffpunkte auslösen, erklärt Sandro Magistretti, Chef des Regionalen Führungsstabs Aargau Ost. Er zeigt sich zufrieden: «Es hat tipptopp geklappt.» Zwar habe man die Notfalltreffpunkte in diesem Fall nicht wirklich benötigt – auch weil weiterhin und trotz Stromausfall über Handys kommuniziert werden konnte. Dem Regionalen Führungsorgan Aargau Ost habe die Selbstalarmierung durch die Feuerwehr Rohrdorf aber gezeigt, dass das Vorgehen funktioniere und sich ihre Arbeit gelohnt habe, sagt Magistretti.

Heidi Hess

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