Verschmierte Holzbänke, umgestürzte Robidog-Behälter – der Vandalismus sorgt für Ärger und kostet Geld
Der ehemalige Weltmeister im Motocross, Christoph Hüsser, ärgert sich über Vandalismus. Am Osterwochenende wurde das Ruhebänkli, das an ...
Verschmierte Holzbänke, umgestürzte Robidog-Behälter – der Vandalismus sorgt für Ärger und kostet Geld
Der ehemalige Weltmeister im Motocross, Christoph Hüsser, ärgert sich über Vandalismus. Am Osterwochenende wurde das Ruhebänkli, das an die Leistung der Brüder Hüsser aus Stetten erinnert, verunstaltet.
Die Schmierereien sind weg. Das Weltmeisterbänkli am Reussuferweg in Stetten ist wieder sauber. Das zeigt ein Augenschein vor Ort. An schönster Lage steht das Ruhebänkli der Gebrüder Andreas und Christoph Hüsser aus Stetten. «Hier sitzen immer Leute, geniessen den Blick auf die Reuss», sagt Christoph Hüsser. «Im Sommer treiben hier Hunderte von Booten vorbei.» Boote sieht man an diesesem Morgen keine, noch ist nicht Saison. Aber auch jetzt sitzt ein Paar auf der Bank und schaut hinunter auf den Fluss.
Vandalismus am Osterwochenende
Vor rund zwei Wochen, über Ostern, müssen die Schmierereien auf dem Hüsserbänkli gemacht worden sein. Passanten hätten ihm den Vorfall gemeldet, sagt der Stetter, der mit seinem Bruder zweimal den Weltmeistertitel im Motocross geholt hatte. Das war in den Jahren 1988 und 1989, in der damaligen Tschechoslowakei und in England. Als Motocross-Weltmeister sind die Brüder Hüsser auch auf der Holzbank verewigt.
Christoph Hüsser ärgert sich, versteht nicht, warum fremdes Eigentum kaputt gemacht wird. «Wenn jemand etwas gegen uns hat, soll er sich bei uns melden», sagt er. Die Bank aber soll man in Ruhe lassen. Mit wasserfestem Filzstift wurde die Holzlehne verunstaltet. Kollegen hätten die Schmierereien kurz darauf weggeputzt, das aber sei eine «Herkulesaufgabe» gewesen. Das Ruhebänkli hätten sie vor zwei Jahren, 2019, von Kollegen zum Ruhestand erhalten. Sie wollten ihr Geschenk mit der Öffentlichkeit teilen und haben nach einem Standort gesucht. Die Bewilligung für den Standort beim idyllisch gelegenen Picknickplatz am Reussufer hatten sie sowohl von der Gemeinde Stetten als auch vom Kanton erhalten. Jedes Jahr zum Saisonstart schleifen die Brüder seither die Holzbank und lackieren sie neu. Es sei das erste Mal gewesen, sagt Hüsser, dass sie mit Vandalismus konfrontiert worden seien. «Und hoffentlich auch das letzte Mal.»
«Die sind schnell wieder weg»
An diesem Wochenende sei im Übrigen auch die Bank der Ortsbürger am nördlichen Waldrand von Stetten, beim Eggweg, Vandalen zum Opfer gefallen. Auch dort finden sich Schmierereien. Diese aber wurden noch nicht entfernt. Immer wieder würden auch die Robidog-Behälter malträtiert oder aus ihrer Verankerung gerissen. Beim Forstbetrieb Reusstal, unter der Leitung von Förster Guido Schibli, beziffert man die Instandstellung sowie die Reinigung nach Vandalenakten denn auch mit bis zu 2000 Franken jährlich im gesamten Einzugsgebiet des Forstbetriebs. Wer dafür verantwortlich ist, kann kaum eruiert werden. «Die sind schnell da und auch schnell wieder weg», sagt Schibli. Und im Wald seien sie ungestört.
Heidi Hess