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FC Niederwil kann Lenzburg die Suppe versalzen

Fr, 11. Jun. 2021

Fussball 2. Liga und 4. Liga: Am Samstag geht in Niederwil und Tägerig die restliche Meisterschaft los

Es ist angerichtet. Am Samstag steigen gleichzeitig um 18 Uhr in Niederwil und Tägerig die Startpartien zur restlichen Meisterschaft. Der FC Niederwil empfängt in der 2. Liga das abstiegsgefährdete Team aus Lenzburg. Der FC Tägerig spielt gegen den FC Turgi das erste von drei «Finalspielen» um den Aufstieg in die 3. Liga

Der FC Niederwil kann die erste von drei Restpartien gegen den FC Lenzburg locker angehen. Nach der überragenden Vorrunde haben die Niederwiler, die nach Verlustpunkten auf dem 2. Rang überwintert haben, die Liga für nächste Saison bereits auf sicher. Nicht so der FC Lenzburg, der als Ligakrösus unerwartet in die Krise gerutscht ist. Aus elf Partien haben die Lenzburger nur gerade neun Zähler gewonnen. Neben zwei Siegen erzielten sie drei Unentschieden, mussten sich aber gleich sechsmal geschlagen geben. Damit liegen sie, die zu Beginn der Saison als Aufstiegsfavoriten gehandelt wurden, punktgleich mit dem FC Othmarsingen auf dem drittletzten Rang. Nur der FC Rothrist, ein anderer Aufstiegsfavorit, der vor der Saison kräftig aufgerüstet hatte, liegt mit einem Zähler weniger hinter den beiden.

Nur zwei statt vier Absteiger
Wäre Corona nicht gewesen, hätten in dieser Liga vier Teams in den sauren Apfel des Abstiegs beissen müssen. Vier deshalb, weil der FC Wettingen freiwillig aus der 2. Liga Inter abgestiegen ist und die Liga deshalb auf 15 Teams aufgestockt werden musste. Nach der im Oktober letzten Jahres vorzeitig unterbrochenen Vorrunde sieht das Tabellenende wie folgt aus:
11. Kölliken 12 Spiele 13 Punkte
12. Gontenschwil 12 Spiele 10 Punkte
13. Lenzburg 11 Spiele 9 Punkte
14. Othmarsingen 12 Spiele 9 Punkte
15. Rothrist 12 Spiele 8 Punkte

Lässt der FC Lenzburg am Samstag in Niederwil Punkte, könnte es für ihn weiter eng werden. So ganz ohne Ambitionen gehen die Niederwiler allerdings nicht in diese Partie. Denn sie haben es in den eigenen Füssen, Geschichte zu schreiben. Und zwar gleich zweifach. Einmal, indem sie bis zuletzt um den Gruppensieg in der 2. Liga kämpfen können. Zum Zweiten: Am kommenden Dienstagabend (Spielbeginn 20.15 Uhr) wartet das Viertelfinalspiel im Axpo Aargauer Cup beim 3.-Ligisten Beinwil am See. Eine Halbfinalqualifikation wäre ein weiterer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte.

Hochspannung in Tägerig
Gleichzeitig mit dem FC Niederwil wird am Samstag auch auf der Kleinzelg in Tägerig angepfiffen. Die Tägliger bestreiten das erste von drei «Finalspielen» um den Aufstieg in die 3. Liga. Erster Gegner ist der FC Turgi, der als Tabellenvorletzter, entgegen früherer Meldungen nichts mehr mit dem Abstieg zu tun hat. Denn es steigt nur ein Team pro 4. Ligagruppe ab. Der Absteiger in der Tägerigergruppe steht mit dem FC Sarmenstorf 2b bereits fest. Das heisst, es geht für Turgi in Tägerig um nichts mehr. Dennoch tun die Tägliger gut daran, das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Rein von der Vorbereitung her sollten die Gelb-Schwarzen gut gerüstet sein. Das Tägliger Trainerduo Philipp Oppenländer und Thomas Aegerter hat auf die Methode «Ochsentour» gesetzt. Es hat dem Team nicht weniger als vier Vorbereitungsspiele innerhalb von neun Tagen zugemutet. Das Letzte fand am letzten Mittwochabend gegen den FC Beinwil am See (3. Liga) statt, das sie auf das Viertelfinalspiel gegen den FC Niederwil am nächsten Dienstag vorbereitet. Tägerig verlor das Spiel mit 1:2. Bis zur Halbzeit stand die Partie torlos 0:0. Für die zweite Halbzeit wechselten die Tägliger Trainer neun Spieler ein.

Präsident ist zuversichtlich
So gesehen ist das Resultat eher ein Muster ohne Wert. Das Tor für Tägerig schoss Simone Gehrig. FC Tägerig-Präsident Roger Frei zieht nach der Ochssentour seines Teams eine durchaus positive Bilanz. «Das Spiel unserer Mannschaft wurde von Spiel zu Spiel besser. Ich denke, wir sind für das Spiel am Samstag gegen Turgi bestens gerüstet.»

Beat Gomes


Sitz- und Maskenpflicht für die Zuschauer

Wer in den nächsten Tagen wieder einmal als Zuschauer/-in an ein Fussballspiel geht, sollte die Maske nicht vergessen. Denn der Bundesrat hat bei Fussballspielen eine Maskenpflicht verfügt. Nicht nur das. Es gilt für das Publikum auch eine Sitzpflicht. Das ist gerade für die Amateurvereine eine besondere Herausforderung. In Tägerig haben sie es gut. Dort wurde der neue Sportplatz mit einer komfortablen Stufentribüne aus Stein gebaut. Das heisst, es hat Sitzplätze für gut und gerne 200 ZuschauerInnen. Etwas schwieriger wird es für die anderen Vereine, die über keine Tribüne verfügen. Dort müssen die Vereine für Sitzgelegenheiten sorgen. Der «Reussbote» empfiehlt den Fussballfreunden: Nehmen Sie am besten gleich selbst einen Campingstuhl mit. So sind sie flexibel und können sich die Sitzposition rund ums Spielfeld weitgehend selbst aussuchen.

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