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Neue Software und eine Lösung für die Schulpflege

Di, 01. Jun. 2021

An der Gemeindeversammlung geht es um den Ersatz der alten Software in der Gemeindeverwaltung und um eine Stellenerhöhung

Die Software wurde vor 20 Jahren angeschafft. Die Gemeindeverwaltung soll nun eine neue IT-Lösung erhalten. Dafür wird ein Kredit von 145 000 Franken an der Gmeind beantragt.

Sowohl der Gemeinderat als auch die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung stehen hinter der neuen Gemeindefachlösung» sagt der Mägenwiler Gemeindeammann Marin Leuthard. Der Gemeinderat rief 2020 eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitgliedern des Gemeinderats und Mitarbeitenden der Verwaltung, ins Leben. Sie begleiten sowohl die Evaluation wie auch später die Einführung der neuen Software.
In verschiedenen Gemeinden wurden die bereits eingeführten Softwarelösungen angeschaut und Referenzen eingeholt. Zwei Lösungen standen daraufhin in der Endausscheidung. Die Arbeitsgruppe und die Firma Publis Public Info Service AG aus Lenzburg, welche Aargauer Gemeinden im Bereich EDV-Lösungen berät und unterstützt, befanden das Angebot der Firma Axians Infoma Schweiz AG als jenes mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis. Die Software ist zudem mit dem Label «Swiss Made Software» ausgezeichnet.
Bei der Geschäftsverwaltung wurden drei verschiedene Programme angeschaut und ebenfalls Offerten eingeholt. Aufgrund der Funktionalität und Möglichkeiten wurde die Gever-Lösung favorisiert. Das Programm kommt bei vielen umliegenden Gemeinden zum Einsatz und kann bei Bedarf mit zusätzlichen Modulen erweitert werden. Die Firma Axians Infoma Schweiz AG ist direkter Vertriebspartner. Sie würde für alle Software-Lösungen der Gemeinde Ansprechpartner sein. Beantragt wird für den Ersatz der Gemeindefachlösung und der Anschaffung einer elektronischen Geschäftsverwaltungssoftware (Gever) ein Kreditantrag von 145 000 Franken.

Sanierung ARA Mellingen
Der ARA Mellingen sind sieben Verbandsgemeinden angeschlossen. Die Anlage ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Erbaut wurde sie 1975, saniert 1995/96. Aufgrund des Bevölkerungswachstums im Einzugsgebiet ist die Kapazitätsgrenze erreicht. Zudem haben zahlreiche Anlagekomponenten ihre maximale Nutzungsdauer erreicht oder bereits überschritten. Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf 22,66 Mio. Franken. Für den künftigen Betrieb der neuen Anlage wird mit jährlichen Betriebskosten von 2,8 Mio. Franken ab 2025 gerechnet. Diese werden verursachergerecht, nach Trinkwasserverbrauch, auf die Verbandsgemeinden aufgeteilt. Mägenwil müsste 576 800 Franken bezahlen Die Anlage wird voraussichtlich im April 2024 in Betrieb genommen. Der Antrag lautet, dem Projekt «Sanierung und Erweiterung der ARA sowie der vorgeschlagenen Finanzierung über den Abwasserverband Region Mellingen mit einem Gesamtkredit von 24,394 Mio. Fr.» sei zuzustimmen.

Neue Führungsstruktur Primarschule
Nach der Volksabstimmung vom 27. September letzten Jahres wird die Schulpflege abgeschafft. Die Aufgaben und Kompetenzen werden per 1. Januar 2022 an den Gemeinderat übergehen. Sitzungs- und Spesengelder von 26 000 Franken fallen somit weg. In einem ersten Schritt wurden nun Aufgaben, die bisher durch die Schulpflege erfüllt wurden, erfasst. Rund 400 bis 800 Arbeitsstunden leistete die Schulpflege in einem Jahr. Ein solcher Mehraufwand ist vom Gemeinderat nicht zu bewältigen. Statt einer Kommission – es würden wieder Schnittstellen entstehen – sollen die Aufgaben an eine Drittperson übertragen werden. Durch die Professionalisierung erhofft sich der Gemeinderat eine Effizienzsteigerung. Bei 400 Arbeitsstunden wird mit einem 20-Prozent-Pensum gerechnet. Beantragt wird an der Gmeind die Erhöhung des Stellenplans der Gemeindeverwaltung um 20 Prozent, mit geschätzten Personalkosten in Höhe von 30 000 Franken.

Neues Reglement Erschliessung
Das Reglement für die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung wurde letztes Mal 1992 revidiert. Darin sind Benützungs- und Anschlussgebühren sowie Baubeiträge geregelt. Neu sind sie übersichtlich festgehalten, mit klaren Bestimmungen zur Aufteilung der Kosten zwischen den Grundeigentümern und der Gemeinde. Wie die Beiträge erhoben werden, ist klar formuliert und entspricht der Terminologie der übergeordneten Gesetzgebung. Beantragt wird dem Reglement über die Finanzierung von Erschliessungsanlagen sowie der Änderung im Wasserund Abwasserreglement zuzustimmen. «Für Besitzer und Besitzerinnen von Wohneigentum wird es keine Mehrkosten geben», sagt Leuthard.
Die Rechnung der Gemeinde schliesst mit einem Plus von 66 934 Franken ab.

Debora Gattlen

Die Gemeindeversammlung findet am Donnerstag, 10. Juni, um 20 Uhr in der Doppelturnhalle statt.

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