Euro-Krimi: Die göttliche Sommer-Hand schlug zu
02.07.2021 Region ReusstalEine Strassenumfrage der «Reussbote»-Redaktorin Debora Gattlen: Wo haben Sie das Euro-Spiel Schweiz gegen Frankreich gesehen?
Ein Sommermärchen wird wahr. Die Schweizer Nati steht im Viertelfinal. Nach 67 Jahren qualifizierte sie sich zum ersten Mal für den ...
Eine Strassenumfrage der «Reussbote»-Redaktorin Debora Gattlen: Wo haben Sie das Euro-Spiel Schweiz gegen Frankreich gesehen?
Ein Sommermärchen wird wahr. Die Schweizer Nati steht im Viertelfinal. Nach 67 Jahren qualifizierte sie sich zum ersten Mal für den Viertelfinal. Ob sie den Sprung in den Halbfinal ebenfalls schaffen, wird sich heute gegen Spanien zeigen.
Der einheitliche Tenor in unserem Einzugsgebiet: die Nati zeigte eine eindrückliche Leistung. Auch nachdem sie in Rückstand lagen – die Franzosen führten 3:1 –konnten sie das Blatt noch wenden. Wegen des schlechten Wetters, schauten viele den Euro-Krimi zu Hause. Das Aufbleiben wurde belohnt. Der Jahrhundert-Coup ist Tatsache! Die Schweiz schlägt im EM-Achtelfinal Weltmeister Frankreich im Penaltyschiessen 5:4. Yann Sommer hielt den letzten Schuss von Fussballstar Kylian Mbappe. Zuvor hatten Haris Seferovic und Mario Gavranovic in der Schlussphase ein 1:3 wettgemacht. Nach dem Match-Ende gab es für viele kein Halten mehr. Mit Hupkonzerten wurde die Schweizer Nati gefeiert.
Debora Gattlen
Roland Hubschmid (57) Nesselnbach
Ich erhielt die zweite Impfung am gleichen Tag. Deshalb blieb ich vorsichtshalber zu Hause. Ansonsten hätte ich den Match mit meinen Kollegen im Restaurant Kreuz geschaut. Da ich keine Nebenwirkungen hatte, konnte ich den Match zu Hause in vollen Zügen geniessen. Es war bis zum Schluss ein Krimi. Die Schweizer Nati lieferte das, was Fussballbegeisterung ausmacht. Nach der Halbzeit hätte ich ihnen jedoch keinen Kredit mehr gegeben. Nachdem sie den Weltmeister schlugen, ist gegen oben alles offen.
Daniel Schmid (53), Mellingen, veranstaltete ein Public Viewing
Bei uns im «Andalusia» war während des Matchs eine bombastische Stimmung. Es war volles Haus. Drinnen sassen die Französischen Fans, draussen verfolgten die Schweizer Fans den Match. Nach dem 3:1 für Frankreich war die Stimmung bei den Schweizer Fans gedrückt. Bei der Aufholjagd rasten sie jubelnd bei jedem Goal mit ihren Kuhglocken zu den Französischen Fans. Die Schweizer Fans standen während dem Penaltyschiessen. Sie waren nicht mehr zu halten. Nach dem Ende ging die Post richtig ab. Es wurde auf den Tischen und Stühlen gejubelt. Dabei gingen ein Tisch und ein Stuhl zu Bruch. Der Einzug ins Viertelfinale wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Das Bier floss in Strömen. Heute Freitag haben wir für den Viertelfinal gegen Spanien wieder volles Haus.
Kari Wettstein (68) Solothurn
Der Heimweh-Fislisbacber sagt: «Zuerst war ich vom Match etwas enttäuscht. Die Nati spielte zu Beginn ohne Körpereinsatz. Nach dem 3:1 Rückstand haben sie plötzlich Gas gegeben und gezeigt, zu was sie fähig sind. Ich denke im Viertelfinal ist aber Schluss, da sie ihre Energie aufgebraucht haben. Ich werde den Match heute Freitag zu Hause anschauen.»
Hermann (87)und Hedi Hauenstein (88) Niederrohrdorf
Es war ein spannender Match. Wir haben zusammen den Viertelfinal in unserem Wohnzimmer angeschaut. Uns hat das Kopfballtor von Seferovic sehr gefallen. Enttäuschend war, dass Rodriguez den Penalty vergab. Das Beste war, als Sommer den Ball von Mbappe hielt. Mit der gleichen Einstellung wie gegen die Franzosen, kann die Nati auch gegen Spanien gewinnen. Sollten sie ins Halbfinale kommen, werden wir den Match bei unserem Sohn anschauen.
Hans Bugini (74) Hausen
Der Ex-Schiedsrichter sagt: «Es war ein super Match. Die Nati hat mit viel Leidenschaft und Einsatz gespielt. Es war eine perfekte Kollektivleistung. Dass Sommer den Ball geholt hat, war der Wahnsinn. Rodriguez hätte ich als Trainer nicht den Penalty schiessen lassen, er versiebte dann auch den Elfmeter. Trotzdem war es unter Petkovic das beste Spiel der Nati.»
Rita Blunschi (58) Oberrohrdorf
Ich schaue ansonsten fast nie Fussball. Da es ein gutes und spannendes Spiel war, habe ich bis zum Schluss mitgefiebert. Mein Mann glaubte nicht an einen Sieg und ging vor dem Schluss zu Bett. Heute Freitag werden wir aber sicherlich das Viertelfinale gegen Spanien zusammen anschauen. Gibt es einen Sieg, werden wir auf das Halbfinale gebührend anstossen.
Alexandra Fischer (30) Stetten
Ich habe den Match zusammen mit meinem Sohn Lionel (7) und meinem Vater Victor geschaut. Mein Vater sagte ihm nach dem 3:1 der Franzosen, er könne nun zu Bett gehen. Der Match sei eh verloren. Lionel wollte trotzdem nicht ins Bett und blieb optimistisch. Als es danach sehr spannend wurde, stand er die meiste Zeit und jubelte bei jedem Tor. Da er Panini-Bilder sammelt, kennt er alle Namen der Spieler. Wir schauen das Viertelfinale wieder zusammen und hoffen, dass die Nati noch möglichst weit kommt.
Roland Schweizer (71) Niederrohrdorf
Ich habe den Match alleine ohne meine Frau Ursula angeschaut. Er war bis zuletzt sehr spannend. Es ist sensationell, dass sich die Schweizer Nati nach 67 Jahren wieder für einen Viertelfinal qualifizieren konnte. Heute Freitag werde ich den Match zusammen mit meiner Frau Ursula anschauen. Sollten sie ins Halbfinale kommen, werde ich mich bei meinem Sohn einladen und den Match auf einer grossen Leinwand verfolgen. Dann können wir zusammen leiden, hoffen und vielleicht auch feiern.
Said Taied (50) Tägerig
Ich habe im Vorfeld auf drei Goals der Schweiz getippt. Der aufregenste Moment war das Penaltyschiessen. Sommer hat den Ball super gehalten. Den Match habe ich zu Hause mit meiner Familie angeschaut. Bis auf meinen jüngsten Sohn, waren wir alle für die Schweiz. Meine Kinder wollten alle aufbleiben und nicht ins Bett gehen bis der Match fertig war. Und das obwohl sie am nächsten Tag zur Schule mussten. Nach dem Sieg feierten wir den Einzug ins Viertelfinale zusammen mit einem Glas Rimuss.
Susanne Zürcher (59) Wohlenschwil
Es war ein super Penaltyschiessen. Ich hätte im Vorfeld keinen Rappen auf die Schweizer gewettet. Trotzdem habe ich den Match zu Hause geschaut, nachdem ich vom Arbeiten nach Hause fuhr. Wegen des schlechten Wetters habe ich kein Public Viewing gesehen. Nachdem die Schweizer gewannen, waren Richtung Mellingen Hupkonzerte zu hören. Ich werde heute das Viertelfinale zusammen mit meinem Lebenspartner schauen. Sollten sie ins Halbfinale kommen, werde ich ein Fest organisieren.
Labinot Nrecaj (18) Birr
Ich habe den Match zu Hause mit meiner Familie verfolgt. Es war sehr spannend. Ich hätte das von der Schweiz nicht erwartet. Seferovic hat sehr gut gespielt. Ich finde es super, dass die Nati das Viertelfinale erreicht hat. Dieser Match wird nochmals alles an Spannung toppen. Ich denke, dass die Chancen der Schweizer Fifty-Fifty für den Einzug ins Halbfinale stehen. Ich werde das Spiel mit meinen Kollegen in einem Public Viewing anschauen. Wenn die Schweizer ins Halbfinale kommen, werden wir das feiern.










