Die Reuss trat am Freitag über das Ufer, Keller standen unter Wasser und Wege waren gesperrt
Feuerwehr und Zivilschutz meisterten am Freitag zwei Herausforderungen. Erst Mitte Woche wird es ruhiger.
Bis Wochenmitte wird man weiterhin mit Niederschlägen rechnen müssen, ...
Die Reuss trat am Freitag über das Ufer, Keller standen unter Wasser und Wege waren gesperrt
Feuerwehr und Zivilschutz meisterten am Freitag zwei Herausforderungen. Erst Mitte Woche wird es ruhiger.
Bis Wochenmitte wird man weiterhin mit Niederschlägen rechnen müssen, die Lage bleibe angespannt. «Aber sie ist nicht prekär», sagt auf Anfrage Roger Kohler, Kommandant Feuerwehr Regio Mellingen, der bereits am Freitag mit 15 Leuten im Einsatz war. Der Reusspegel sei übers Wochenende leicht gesunken.
Beim Regionalen Führungsorgan (RFO) Aargau Ost und bei den lokalen Feuerwehren hatte man mit dem Wasser in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gerechnet und war daher ohnehin in Alarmbereitschaft. Grund waren die starken Niederschläge in der Innerschweiz. «Wenn die Kleine Emme hochgeht, dann ist dieses Wasser 6 bis 8 Stunden später im Reusstal», sagt Roger Kohler. Die Fliessmenge lag am Freitag in Mellingen bei über 640 Kubikmeter pro Sekunde, doppelt so viel als die üblichen 200 bis 300 Kubikmeter. Nach ihrem nächtlichen Einsatz bei den Notfalltreffpunkten wegen des Telefon-Totalausfalls beobachteten die Feuerwehrleute – sie waren am Morgen durch den Zivilschutz abgelöst worden – den Wasseranstieg in der Reuss. Am Freitagmorgen trat die Reuss über die Ufer, flutete Uferwege, schwemmte die Passage entlang der Altstadthäuser. Kellereingänge wurden mit Metallplatten abgeriegelt, mit Sandsäcken geschützt, und an beiden Uferseiten wurden Untergeschosse ausgepumpt. Von der Feuerwehr gesichert wurde am Freitag auch die Mellinger Städtlisteg: Braun zog schnell der Fluss vorbei und führte Schwemmholz mit, auch ganze Baumstämme.
Heidi Hess