Die Bauarbeiten für den Hochwasserschutz Laubisbach sind im vollen Gange
Leise plätschert der Laubisbach dahin. Dazwischen ist der Gesang von Vögeln zu hören. Die Idylle trügt. Der Bach hat 2016 zu Überschwemmungen geführt. Nun sorgen Bagger dafür, ...
Die Bauarbeiten für den Hochwasserschutz Laubisbach sind im vollen Gange
Leise plätschert der Laubisbach dahin. Dazwischen ist der Gesang von Vögeln zu hören. Die Idylle trügt. Der Bach hat 2016 zu Überschwemmungen geführt. Nun sorgen Bagger dafür, dass es auch bei einem Jahrhundert-Hochwasser zu keinen Schäden mehr kommt.
Auf dem Zufahrtsweg zur Bergmatte arbeiten gleich zwei Bagger. Sie haben bereits auf dem gesamten Weg 30 Zentimeter Erdreich abgetragen. Dieses war stets morastig, da vom Hang her Wasser drückt. Für zusätzliche Feuchte sorgt eine Quelle. Sie versiegt auch während dem Sommer nie. Das Quellwasser floss bisher zwar in eine alte Zinkbadewanne, danach aber über den Hang Richtung Weg. Das Wasser wird künftig in einem Rohr gefasst und entlang des Zufahrtswegs bis zum Brunnen bei der Hägglingerstrasse geleitet. Der Überlauf wird direkt in den Laubisbach abgeführt. So wird künftig der Zufahrtsweg zum Hochwasser-Rückhaltebecken trocken bleiben. Das ist nicht nur jetzt für die Bauarbeiten wichtig, sondern auch später für die Unterhaltsarbeiten am Damm.
Bäume werden wieder aufgeforstet
Der Weg wird zusätzlich mit Schotter planiert und verbreitert. Der Damm des Rückhaltebeckens selbst wird im Gebiet Bergmatte quer zum Bach gebaut. Im Vorfeld mussten wegen der Wegverbreiterung und für den Dammbau Bäume weichen. Sie werden im Bereich der Igelweid in einer Ersatzfläche wieder aufgeforstet. Die Bauarbeiten führt die Hubschmid Erdbau aus Nesselnbach aus. Die Anforderungen an die Bodenbearbeitung, bzw. -schonung sind hoch. So müssen unter anderem während den Arbeiten verschiedene Messungen, wie zum Beispiel der Feuchtigkeitsgehalt der Erde, durchgeführt werden. Die Daten werden an eine Fachstelle übermittelt. Ist das Erdreich zu feucht, darf nicht gearbeitet werden. Zusätzlich muss bei Arbeiten am Bach, von November bis Mai, eine Schonfrist für Fische eingehalten werden, weshalb diesbezüglich bauliche Massnahmen gemacht werden müssen.
Bauarbeiten im Einklang der Natur
Für den Bau des Damms wird zuerst ein «Wasserdurchlass» für den geregelten Abfluss des Baches erstellt. Danach wird der Damm mit natürlichem Material, circa 4000 Kubikmeter, aufgeschüttet. So entsteht das Hochwasserrückhaltebecken. «Die Arbeiten sind anspruchsvoll, da sie im Einklang mit der Natur ausgeführt werden», sagt Bauführer Erich Wettstein. Spielt die Witterung mit, soll der Hochwasserschutz 2022 fertig sein. Zusätzlich wird der Laubisbach neben der Hauptstrasse, bei der Steilstrecke in Büblikon, saniert. Dort wird das durch das Hochwasser zerstörte Bachbett naturnah aufgewertet. Die gesamten Baukosten belaufen sich auf 1,675 Mio. Franken. Anteilmässig beteiligen sich Bund, Kanton, AGV und die Gemeinde mit entsprechenden Beiträgen.
Debora Gattlen