Der Gemeinderat hat Ende 2021 ein Konzept für die Grünzone Foregass verabschiedet
Wer die Foregass betritt spürt nach den ersten Schritten die besondere Stimmung. Mitten im Einfamilienhausquartier befindet sich die Naturoase. Damit das so bleibt, gibt es jetzt ein ...
Der Gemeinderat hat Ende 2021 ein Konzept für die Grünzone Foregass verabschiedet
Wer die Foregass betritt spürt nach den ersten Schritten die besondere Stimmung. Mitten im Einfamilienhausquartier befindet sich die Naturoase. Damit das so bleibt, gibt es jetzt ein Konzept.
Das vom Forstbetrieb Heitersberg ausgearbeitete Konzept wurde inzwischen an alle Grundeigentümer, die an die Grünzone angrenzen, zugestellt», sagt Gemeindeammann Vreni Sekinger. Der Gemeinderat gab letztes Jahr ein Konzept in Auftrag, nachdem Bäume im oberen Teil der Foregass ohne Absprache mit der Gemeinde gefällt wurden. Damit soll den Grundeigentümern in Erinnerung gerufen werden, was für Pflegemassnahmen in der «Grünzone» vorgenommen werden dürfen, und welche nicht. «Es ist eine Art Checkliste oder Hilfestellung, die aber keine Rechtsverbindlichkeit hat», sagt Sekinger weiter. Zurzeit wird die Bau- und Nutzungsordnung überarbeitet. Das neue Konzept der Grünzone Foregass wird mit einbezogen. Zurzeit gelten die baurechtlichen Bestimmungen der aktuell gültigen BNO. Sobald die neue BNO vom Kanton abgesegnet ist und in Rechtskraft tritt, wären auch die angepassten Bestimmungen für die Grünzone verbindlich.
Konzept im Online-Schalter
Wer das neue Konzept nicht zugeschickt bekam, kann es im Online-Schalter unter «Reglemente» einsehen. Es umfasst vier Seiten. Es werden darin die Rahmenbedingungen, die Ausgangslage mit der Ist-Situation, Ziele, Strategie, Massnahmen und die Finanzen festgehalten. Mit diesen Richtlinien soll erreicht werden, dass die naturnahe Heckenbepflanzung, die die Foregass säumt, auch für künftige Generationen erhalten bleibt.
Einheimische Arten fördern
Um der verstärkten Zersiedelung und somit dem Verlust von Grünräumen entgegenzuwirken, wurde in der zurzeit gültigen BNO von 2002 an der Foregass eine Grünzone geschaffen. Alle 15 Jahre wird in der Gemeinde die Nutzungsplaung überprüft. Diese läuft aktuell. In der Bauordnung ist zudem festgehalten: Die Günzone ist aus Landschaftsgründen mit einem Bauverbot belegt. Der Bestand an Bäumen, Sträuchern ist geschützt und zu pflegen. Gerade die Pflege ist bei Hecken, die ökologisch wertvoll sind, wichtig. Wird jahrelang nichts gemacht, nehmen invasive Arten überhand. Wünschenswert wäre es, dass in der 27 Aren grossen Grünzone einheimische Bäume, Pflanzen und Kräuter durch die Grundstückbesitzer gefördert werden.
Sicherheit für Weg
Das im Konzept festgehaltene Ziel ist: Es soll ein naturnaher, stufiger Grünraum mit hoher Artenvielfalt mit einheimischen Baum- und Straucharten geschaffen werden. Zurzeit ist der untere Teil weitgehend mit dichtstehenden alten Bäumen, wie Eschen und Buchen, bestockt. Im oberen südlichen Teil wurde 2020 ein grosser Teil des Baum- und Strauchbestandes bis auf wenige Buchen entfernt. Obwohl inzwischen der Grundbesitzer vier Edelkastanien als Ersatz pflanzte, wird es Zeit brauchen, bis die entstandene Lücke sich schliesst. Das Konzept des Gemeinderats soll nun dafür sorgen, dass die wertvolle Grünzone erhalten bleibt. So können auch künftig Schulkinder, Wanderer und Dorfbewohner auf diesem Wegabschnitt ein Naturerlebnis der besonderen Art geniessen.
Debora Gattlen