Oberhalb von Mellingen, am Buechberg, wird der Forstbetrieb Birretholz eine Fällaktion vornehmen
Der Eingriff wird von weither sichtbar sein. Oberhalb des Höhenwegs werden 0,3 Hektaren alter Wald abgeräumt.
Das Waldstück gehört zum kantonal ausgewiesenen ...
Oberhalb von Mellingen, am Buechberg, wird der Forstbetrieb Birretholz eine Fällaktion vornehmen
Der Eingriff wird von weither sichtbar sein. Oberhalb des Höhenwegs werden 0,3 Hektaren alter Wald abgeräumt.
Das Waldstück gehört zum kantonal ausgewiesenen Eichenwaldreservat. Bis anhin stehen hier aber nur wenige Eichen. Diese werden von der Fällaktion verschont. Die restlichen Bäume sind vor allem Buchen. Sie sind bis zu 120 Jahre alt. Die alten Baumriesen haben in den letzten Jahren in den trockenen Sommermonaten stark gelitten. Das führte dazu, dass einzelne Bäume in den Baumkronen grosse dürre Äste aufweisen oder gar gänzlich abgestorben sind. Sie stellen eine Gefahr dar und müssen daher gefällt werden.
Klimawandel schädlich für Buchen
Buchen benötigen viel Wasser. Und das ist wegen des Klimawandels in diesem Waldgebiet, oberhalb des Höhenwegs, in den Sommermonaten knapp. Es macht daher Sinn die Buchen gegen Bäume, die besser mit den neuen Klimabedingungen zurechtkommen, auszutauschen. Der Forstbetrieb Birretholz wird, wenn die Witterung es zulässt, ab nächster Woche mit den Fällarbeiten beginnen. Sie werden mehrere Wochen dauern. Waldbesucher werden um Verständnis gebeten, wenn zwischenzeitlich Waldwege aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. «Die Fällarbeiten sind auch für das Forstteam nicht ungefährlich», sagt Peter Schenkel, Revierleiter Birretholz. «Da die meisten Buchen dürre Äste haben, drohen diese herabzustürzen.» Weshalb wird der Holzschlag zu diesem Zeitpunkt durchgeführt? «Obwohl die Buchen bereits dürre Äste aufweisen, kann das Holz noch genutzt werden», sagt er. «In fünf Jahren wäre es nur noch als Schnitzelholz zu gebrauchen.»
200 Eichen werden neu gepflanzt
Bei der zeitgemässen Nutzung des Waldes werden nicht mehr ganze Waldteile geschlagen, sondern gezielt einzelne Bäume genutzt. Das wird ansonsten auch im Forstbetrieb Birretholz so gehandhabt. Wegen den Trockenschäden an den Buchen, wird die markante Räumung vorgenommen. Bereits im Frühjahr pflanzt das Forstteam an gleicher Stelle 200 Eichen. Das Eichenreservat wird dadurch weiter aufgewertet. Von Mellingen her wird künftig ein stattlicher Eichenwald zu bewundern sein. Eichen können bis zu 900 Jahre alt werden. Wegen ihrer Anpassungsfähigkeit werden sie auch Bäume der Zukunft genannt.
Debora Gattlen