Repol schnappte sich den Volg-Räuber
21.01.2022 Oberrohrdorf-Staretschwil, Region RohrdorferbergAm Montag wurde die Volg-Filiale von einem 55-jährigen Schweizer überfallen
Zu Fuss flüchtete der Räuber mit seiner Beute. Weit kam er nicht. Die Repol Rohrdorferberg-Reusstal konnte ihn stellen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchungshaft beantragt.
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Am Montag wurde die Volg-Filiale von einem 55-jährigen Schweizer überfallen
Zu Fuss flüchtete der Räuber mit seiner Beute. Weit kam er nicht. Die Repol Rohrdorferberg-Reusstal konnte ihn stellen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchungshaft beantragt.
Der Raubüberfall ereignete sich am Montag, 17. Januar in Oberrohrdorf. Ein unbekannter Mann betrat kurz vor 13.30 Uhr die Volg-Filiale. Als keine Kunden mehr im Laden waren, begab sich der 55-jährige Schweizer zur Kasse und bedrohte mit einer Faustfeuerwaffe die Verkäuferin. Diese öffnete darauf die Kasse. Kurzerhand bediente sich der Täter darin mit Bargeld. Im Anschluss flüchtete er über die Strasse Richtung Niederrohrdorf. Die Volg-Angestellte wählte sofort die Notrufnummer 117. Die Kantonspolizei Aargau leitete nach Eingang der Meldung umgehend eine grossräumige Fahndung ein. Die Repol Rohrdorferberg-Reusstal wurde als Verstärkung aufgeboten. Diese rückte ebenfalls umgehend aus. Dank der guten Personenbeschreibung konntn die Polizisten, die mit einem Zivilfahrzeug unterwegs waren, den Räuber in Niederrohrdorf stellen. Bei der Durchsuchung des Mannes konnte sowohl die mutmassliche Schusswaffe sowie das entwendete Bargeld sichergestellt werden. Der Delinquent wurde der Kapo übergeben und eine vorläufige Festnahme verfügt. Die zuständige Staatsanwaltschaft eröffnete eine Strafuntersuchung. «Eine Untersuchungshaft wurde beantragt», sagt Oberstaatsanwalt Daniel von Däniken.
Ein Tag danach war Kundschaft da
Bereits am Dienstagmorgen wurde am Radio vom Raubüberfall berichtet. Auch Kunde Markus Fischer (Oberrohrdorf) hörte den Beitrag. «Ich fuhr gestern um 14 Uhr mit dem Auto von Baden herkommend hier vorbei», sagt er. «Ich war erstaunt, als ich vor dem Volg mehrere Polizisten in Uniform sah. Ich dachte, dass sehr wahrscheinlich etwas passiert ist. Heute morgen hörte ich vom Überfall im Radio. Ich bin erstaunt über den schnellen Erfolg der Polizei.» Eine weitere Kundin wollte am Montag den 14 Uhr-Bus nehmen. Sie sagt: «Ich finde es gut, dass der Täter bereits gefasst wurde. Als ich gestern den Bus nehmen wollte, war ich überrascht, dass zwei Polizeiautos und mindestens fünf Polizisten in Uniform beim Volg waren. Ich dachte aber, dass es sich um eine Übung handelt.» Sie lebe seit 50 Jahren im Dorf. Überfälle seien ihr bis auf den Überfall von einem Drogensüchtigen in einem Coiffeursalon nicht in Erinnerung.
Am Dienstag war bei der Volg-Filiale nichts mehr vom Überfall zu spüren. Die Kundinnen und Kunden kauften wie gewohnt in ihrem Dorfladen ein.
Überfall in Dättwil letzte Woche
Am Mittwoch vor dem Überfall in Oberrohrdorf war es zu einem ähnlichen Überfall auf eine Spar-Filiale in Dättwil gekommen. Ob es sich um denselben Täter handelt, wird zurzeit ermittelt. Dem Täter gelang die Flucht. Er wurde gemäss Profil der Kantonspolizei auf circa 50 Jahre geschätzt.
Überfälle gibt es im Einzugsgebiet der Repol Rohrdorferberg-Reusstal nicht oft. In der Wintersaison nahmen aber Einbrüche in Liegenschaften zu. In den letzten Jahren waren vor allem Gemeinden, die in der Nähe von Autobahnen liegen, betroffen. «Es ist auch am Rohrdorferberg mehrfach zu Einbrüchen gekommen», sagt Repol-Chef Daniel Schreiber. «Einbrüche haben aber allgemein im Kanton Aargau zugenommen.» Die Repol geht vermehrt auf Patrouille. Sie bittet aber auch die Bevölkerung ein wachsames Auge zu haben und bei einem Verdacht, die Notrufnummer oder bei der Repol direkt anzurufen. Eine schnell eingeleitete Fahndung, wie beim Volg-Räuber von Oberrohrdorf, kann dann zum Erfolg führen.
Debora Gattlen


