Die Wagenbande von der Polterzunft ist bereit. Sie freuen sich auf die fünfte Jahreszeit
Sie waren trotz offizieller Pause auch letztes Jahr in reduzierter Form unterwegs. Dieses Jahr will die Wagenbande wieder Vollgas geben.
Seit Oktober sind die 17 Mitglieder der Wagenbande ...
Die Wagenbande von der Polterzunft ist bereit. Sie freuen sich auf die fünfte Jahreszeit
Sie waren trotz offizieller Pause auch letztes Jahr in reduzierter Form unterwegs. Dieses Jahr will die Wagenbande wieder Vollgas geben.
Seit Oktober sind die 17 Mitglieder der Wagenbande – alles mittelalterliche Jungs – daran, ihren Fasnachtswagen mit viel Herzblut für die schönste Jahreszeit zu gestalten. Letztes Jahr waren sie als Dreigestirn in einer abgespeckten Version unterwegs. 2022 wird wieder aus dem Vollen geschöpft. Im «Tenn» des ehemaligen Restaurant Sommerhalde in Fislisbach entstand in unzähligen Stunden ein Fasnachtswagen der besonderen Art. Er ist ganz nach dem Rohrdorfer Fasnachtsmotto «Was für en Zirkus» ausstaffiert. Speziell bei der Wagenbande ist, die Zugmaschine wird immer fantasievoll mitdekoriert. Heuer zieren gleich drei Elefanten die Motorhaube. Die Bande selbst geht als Zirkusdirektoren auf die Reusstaltour. «Wir sind eine coole Truppe», sagt Dani Müller.
Drei Reusstaltouren sind geplant
2022 wird die Wagenbande nicht eine, sondern gleich drei Reusstaltouren unternehmen. An verschiedenen Orten, wie in Niederwil, Wohlen oder Tägerig, wird Halt gemacht. Restaurantbesuche sind wegen der Pandemie keine geplant. «Wir haben Tische dabei und werden unseren ‹Holdrio› an Passanten ausschenken. Mit der Reusstaltour will die Wagenbande erreichen, dass auch abtrünnige Fasnachtsgemeinden etwas von der fünften Jahreszeit mitbekommen. Durch ihre Aktion soll zu spüren sein, dass die Fasnacht eine wunderschöne Tradition ist. Bei der Dorfeinfahrt wird die Wagenbande jeweils per Musik- und Speakeranlage auf sich aufmerksam machen. Müller erzählt: «Auf der Durchfahrt sagen wir dann jeweils, wer wir sind und fragen die Passanten, wo sie ‹z’Fasnacht› gehen.» Das Highlight von 2022: «Es gab wohl noch nie so viele Menschen mit ‹Maske› auf der Gasse.»
Die Tage des Polteris sind gezählt
Am «Gruusige Mettwoch», 23. Februar, muss traditionell der «Polteri» vor die «Schmitte» der Polterzunft. Ankläger und Verteidiger werden mit pointierten Versen versuchen, das «Hohe Gericht» zu beeinflussen. Wird der «Polteri» überleben oder hingerichtet? Zu hören ist bereits, es soll 2022 ein ganz exklusives Spektakel werden – also nicht verpassen. Der Anlass findet auf dem Parkplatz hinter dem Restaurant Bänkli statt. «Die Verse/Schnitzelbänke werden heuer nicht käuflich sein, sondern absolut exklusiv im ‹Reussbote› abgedruckt sein», verrät Dani Müller.
Debora Gattlen