Zwei Fasnachtsvereine vom Rohrdorferberg spannen zusammen und bilden die «Sumpfberghüüler»
Im Sommer wurde der neue Guggenmusikverein gegründet: die «Sumpfberghüüler Oberrohrdorf». Heute Abend, pünktlich zur jährlichen ...
Zwei Fasnachtsvereine vom Rohrdorferberg spannen zusammen und bilden die «Sumpfberghüüler»
Im Sommer wurde der neue Guggenmusikverein gegründet: die «Sumpfberghüüler Oberrohrdorf». Heute Abend, pünktlich zur jährlichen Fasnachtseröffnung, geben sie in der Zähnteschüür ihr erstes Konzert. Aufregung? Fehlanzeige.
Aus zwei mach eins», sagten sich im Juli die «Rohrdorfer Chessler», eine reine Frauengruppe, sowie die Musikantinnen und Musikanten der «Holzberewöörm». Beide Guggenmusikvereine sind am Rohrdorferberg seit langem bestens bekannt und fester Bestandteil der Fasnacht im Dorf. Doch beide hatten in letzter Zeit gleichermassen mit Mitgliederschwund zu kämpfen: «Bei den Chesslern waren wir nur noch 15 Frauen und mussten um Mitglieder kämpfen, den Holzberewöörm ging es ähnlich. Da haben wir gedacht: warum sollen wir uns nicht zusammentun?», erklärt Manuela Knopf, Präsidentin des neu gegründeten Vereins, der nun insgesamt 36 Mitglieder zählt. Die grössere Zahl entlaste auch die einzelnen Mitglieder, denn bei allem Plausch, sei eine Guggenmusik eben mehr, als nur Party machen: «Manche unterschätzen das, es steckt viel Arbeit hinter einem Fasnachtsverein», weiss Knopf. Im Gegenzug bekomme man aber auch viel zurück: «Man findet viele wirklich gute Freunde», sagt Vorstandskollegin Sarah Hänggi. Dadurch, dass man so viele Anlässe im Dorf zusammen habe, seien die Fasnachtsvereine am Rohrdorferberg wie eine grosse Familie, finden beide. Während Corona habe das gefehlt.
Alte Hasen und ein paar Frischlinge
Nun gibt es also zwei Guggenmusiken in Oberrohrdorf: die nur aus Männern bestehende «Bänkli-Clique» und die neugegründete «Sumpfberghüüler». «Wir sind eine bunt gemischte Truppe», erklärt Sarah Hänggi über den neuen Verein. Der Jüngste der Truppe ist gerade einmal 16, der Älteste 61 Jahre alt. «Manche machen schon 25 bis 30 Jahre Fasnacht», berichtet Manuela Knopf. Neben vielen «alten Hasen» seien aber auch ein paar Neulinge dabei. Egal, ob Schlagzeuger, Posaunist oder Paukenspieler – allesamt sind Hobbymusiker. Mitbringen müsse man neben Freude am Musizieren und am Zusammensein eigentlich nichts: «Man muss noch nicht einmal die Noten kennen», fügt Manuela Knopf lachend hinzu. Denn die anderen Musikanten und der Major bringen den Neulingen alles bei, was sie wissen müssen. Gespielt werden neben klassischer Guggenmusik Oldies, Evergreens, aber auch moderne Lieder.
Freudige Erwartung auf heute Abend
Seit August haben die «Sumpfberghüüler Oberrohrdorf» jede Woche fleissig im Schulhaus Hinterbächli geprobt. Heute Abend, pünktlich zur Fasnachtseröffnung am 11.11., gilt es dann ernst: Die neu formierte Combo läutet zusammen mit der «Bänkli-Clique Oberrohrdorf» sowie zwei Gast-Guggenmusiken in der Zähnteschüür die Fasnachtssaison ein. Ein kleines bisschen nervös sei man zwar immer vor einem Konzert, geben Manuela Knopf und Sarah Hänggi zu. Dadurch, dass die meisten alte Hasen seien, sei es aber fast ein Selbstläufer. Die Vorfreude überwiege in jedem Fall: «Wir sind gespannt und freuen uns auf heute Abend.»
Michael Lux
Heute, 11.11. 19 Uhr: Fastnachtseröffnung in der Zähnteschüür. Eintritt frei.