Beim Herbstkonzert in der katholischen Stadtkirche sangen die Männerchöre Mellingen und Neuenhof
In der voll besetzten Stadtkirche unterhielten die beiden Männerchöre das Publikum mit bekannten Schlagern und Operetten-Liedern. Passend zum Herbst gab es aber auch leise ...
Beim Herbstkonzert in der katholischen Stadtkirche sangen die Männerchöre Mellingen und Neuenhof
In der voll besetzten Stadtkirche unterhielten die beiden Männerchöre das Publikum mit bekannten Schlagern und Operetten-Liedern. Passend zum Herbst gab es aber auch leise Töne.
Es war ein buntes Programm, das Dirigentin Erika Riedo für das Herbstkonzert am Sonntag in der katholischen Stadtkirche ausgewählt hatte. Der musikalische Bogen reichte von bekannten Ohrwürmern wie dem «kleinen grünen Kaktus» der Comedian Harmonists oder Peter Alexanders «Ich zähle täglich meine Sorgen» bis hin zu «Conquest of Paradise» von Vangelis oder «Rivers of Babylon» von Boney M. – allerdings in einer deutschen Fassung.
Mal vereinten der Männerchor Mellingen und der Männerchor Neuenhof dabei ihre Stimmen, mal sangen sie getrennt, dafür aber nicht weniger inbrünstig. So oder so: das Publikum war begeistert und spendete reichlich Applaus. Durch das rund anderthalbstündige Programm führte Marcel Cattin, Vizepräsident des Männerchors Neuenhof. Mit meist augenzwinkernden, aber manchmal auch nachdenklichen Gedichten von Joachim Ringelnatz, Wilhelm Busch oder Christian Morgenstern gelang ihm manch pointierter Übergang zwischen den Liedern. Zum Beispiel mit dem Gedicht «Liebe im Garten» in dem ein Kohlkopf und ein Rosenstock als Pointe einen Rosenkohl zeugen. «Schau, was Liebe ändern kann», stimmten die Chöre da passenderweise an.
Gekonnte Begleitung
Für die musikalische Begleitung der Männerchöre, die mit weissen Hemden und verschieden farbigen Stolen auftraten, sorgten die beiden Musiker Boyan Kolarov am Klavier und Felice Genca mit dem Akkordeon. Sie gaben ausserdem als Zwischenspiel den berühmten «Csárdás» von Vittorio Monti zum Besten, bei dem sich die anfänglichen Molltöne am Ende in feurige Rhythmen verwandeln.
Danach folgten wieder leichtere Töne mit Schlagern wie «Spiel noch einmal für mich, Habanero» von Caterina Valente oder dem erwähnten Hit von Karel Gott «Schau, was Liebe ändern kann». Und zum vermeintlichen Ausklang stimmte der Doppel- Chor noch «Va pensiero» aus Giuseppe Verdis Oper Nabucco an. Doch da hatten sie die Rechnung ohne das Publikum gemacht, das noch zweimal eine Zugabe forderte, was denn auch mit «Vive l’Amour» und «Bajazzo» belohnt wurde. Im Anschluss luden der Männerchor Mellingen und seine Helfer die Zuhörerinnen und Zuhörer dann noch auf den Iberg-Platz ein, wo leckeres Risotto sowie erfrischende Getränke kredenzt wurden.
Michael Lux