An der Einwohnergemeinde hielt sich der Besucheraufmarsch in Grenzen. 56 Stimmberechtigte waren vor Ort
Das Budget weist ein Minus von 444 390 Franken auf. Trotzdem wird der Steuerfuss bei 113 Prozent belassen, um den Wegzug von potentiellen Steuerzahlern zu verhindern.
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An der Einwohnergemeinde hielt sich der Besucheraufmarsch in Grenzen. 56 Stimmberechtigte waren vor Ort
Das Budget weist ein Minus von 444 390 Franken auf. Trotzdem wird der Steuerfuss bei 113 Prozent belassen, um den Wegzug von potentiellen Steuerzahlern zu verhindern.
Wir müssen damit leben, dass wir eine sehr hohe Nettoverschuldung pro Einwohner haben», sagte Gemeindeammann Peter Wiederkehr am Mittwochabend an der Gmeind. Diese schlägt mit 5036 Franken zu Buche. Der Kanton sieht als Obergrenze 2500 Franken vor. «Wir sind mehr als auffällig», führte Wiederkehr aus. «Leider können wir unsere finanzielle Situation nicht wegzaubern.» Der Gemeinderat arbeite daran, die finanzielle Situation der Gemeinde zu verbessern. Immerhin konnte das Minus reduziert werden. Das Vorjahresbudget wies noch ein Minus von 775 020 Franken auf. Das Budget für 2024 weist einen Aufwandüberschuss von 444 390 Franken aus. Zu schaffen mache der Gemeinde nach wie vor, dass geplante Grossüberbauungen nicht realisiert werden. «Wir können die Eigentümer nicht zwingen zu bauen», sagt Wiederkehr. Dadurch bleiben aber erwartete Steuereinnahmen von neuen Bürgerinnen und Bürgern aus. Trotz des Lochs in der Gemeindekasse müsse die Gemeinde gewisse Sachen in naher Zukunft in Angriff nehmen, damit der Standort Mägenwil attraktiv bleibe.
Haushälterische Ausgaben
Viele Ausgaben der Gemeinde, wie für Bildung, soziale Sicherheit und Gesundheit, seien vorgegeben. Da könne nicht gespart werden. Gestrichen wurde hingegen aus mangelndem Interesse der Neuzuzüger- und Jungbürgeranlass. Beim Altbau des Schulhauses werden im Moment die Unterhaltsarbeiten auf das Nötigste beschränkt. «Der Gemeinderat wird zu einem späteren Zeitpunkt einen Kredit für die Sanierung beantragen. Der Bau ist in einem energetisch schlechten Zustand», so Wiederkehr. Nicht warten könne die Instandstellung der Mattenstrasse. Die Kosten sind im Budget 2024 enthalten. «Die Gemeinde wollte mit der Sanierung warten, bis die Überbauung Wolfsboden fertiggestellt ist», sagte der Gemeindeammann. Da diese auf sich warten lässt, werden im neuen Jahr die Schlaglöcher ausgebessert und im Frühjahr wird ein neuer Belag verlegt. Dieser soll wieder zehn Jahre halten.
Beim Friedhof werden zwei Kühlhäuser nicht mehr gebraucht. «Wir werden diese zurückbauen, da es immer weniger Erdbestattungen gibt», führte Wiederkehr aus. Das aus dem Jahr 1991 stammende Friedhofreglement müsse dafür angepasst werden. Der Souverän stimmte mit grossem Mehr dem Budget 2024 mit einem gleichbleibendem Steuerfuss von 113 Prozent zu. «Der Gemeinderat hält am Steuerfuss von 113 Prozent fest. Das ist eine magische Grenze, damit gute private Steuerzahler und Firmen nicht wegziehen», so Wiederkehr.
Neue Gemeindehomepage
Unter Verschiedenes informierte Wiederkehr, dass die Gemeinde im ersten Quartal 2024 eine neue Homepage erhält. «Man kann sich mit einem Bürgerkonto anmelden und so gewünschte Push Nachrichten erhalten. Dadurch können wir künftig das Infoblatt weniger oft versenden und Kosten sparen.» Wie die Homepage erhält auch das Mitteilungsblatt ein neues Erscheinungsbild.
Fast abgeschlossen ist die flächendeckende Einführung von Tempo 30 auf dem Gemeindegebiet. «Der Kredit musste dafür nicht ganz ausgeschöpft werden. Es fehlen noch kleine Anpassungen», führte Wiederkehr aus.
Debora Gattlen