Zum 200-Jahr-Jubiläum des Schweizer Schiess-Sportverbands öffnen Schützenhäuser ihre Türen
Erfahrene Schützen zeigten Interessierten am Tag der offenen Tür, wie ein Schuss ins Schwarze gelingen kann.
Die Mitglieder der Schützenvereine ...
Zum 200-Jahr-Jubiläum des Schweizer Schiess-Sportverbands öffnen Schützenhäuser ihre Türen
Erfahrene Schützen zeigten Interessierten am Tag der offenen Tür, wie ein Schuss ins Schwarze gelingen kann.
Die Mitglieder der Schützenvereine konnten sich an diesem Samstag Zeit nehmen für die Interessierten, die den Weg in die Schiess-Anlage Mühlescheer oder zum Schützenhaus nach Tägerig gefunden hatten. Allzu gross war der Andrang in keinem der beiden Schützenhäuser. Willi Gloor, Vize-Präsident der Schützengesellschaft Tägerig, sieht darin durchaus einen Vorteil: «Wir können uns Zeit nehmen für die Leute, die kommen und sie genau instruieren.» In einer Schiess-Pause über Mittag sei es sogar möglich gewesen, zu den Zielscheiben hoch zu wandern und einer Gruppe den Kugelfang zu zeigen, wo die Geschosse aufgefangen werden, um danach das Blei zu rezyklieren: «Das stiess auf reges Interesse.»
Vor der Anlage Mühlescheer zeigten die Schützen auf einem Tisch verschiedene Waffen, vom Standardgewehr bis zum Sturmgewehr 90, dem offziellen Armee-Gewehr, sowie auch Preise prämierter Schützen der beiden Gesellschaften Birrhard und Mellingen, die in der Mühlescheer den Anlass organisierten. In der 300-Meter-Anlage im Untergeschoss geht nichts ohne Gehörschutz. Dennoch knallt jeder Schuss durch Mark und Bein, lässt Unerfahrene erzittern.
Unter den Augen von erfahrenen Schützen kann hier gepunktet werden. «Ziel ist, mitten in der Scheibe den Hunderter von einem Zentimeter Durchmesser zu treffen», meint der Mellinger Meisterschütze Ernst Leuenberger. Das sei ihm leider nicht gelungen, bedauert Daniel (13) aus Dättwil, der nun der 16-jährigen Sarah aus Birmenstorf beim Reinigen des Gewehrs zuschaut. (hhs)