Die Storchenberingung der zwei Jungstörche fand bei der Humbel Brennerei in Stetten statt. Das Spektakel lockte viele Besucher an
Sie waren zuerst zu viert. Die Kälte und Nässe in den letzten Wochen raffte die Hälfte dahin. Camil Mattia und Henry überlebten. Am ...
Die Storchenberingung der zwei Jungstörche fand bei der Humbel Brennerei in Stetten statt. Das Spektakel lockte viele Besucher an
Sie waren zuerst zu viert. Die Kälte und Nässe in den letzten Wochen raffte die Hälfte dahin. Camil Mattia und Henry überlebten. Am Mittwochabend fand vor Publikum die Beringung der Jungvögel statt.
Das letzte Jahr hatte das Storchenpaar in Stetten keinen Nachwuchs. Die traditionelle Taufe und Beringung bei der Humbel Spezialitätenbrennerei fiel aus. Umso mehr freute sich Jung und Alt, dass der beliebte Anlass wieder stattfand. Dieses Jahr rückte nicht die Feuerwehr Baden mit der Autodrehleiter für die Storchenberingung an. Das Fahrzeug stand wegen Reparaturarbeiten nicht zur Verfügung. Eine andere Lösung musste her. Zum Einsatz kam die S. Fischer Transport AG aus Stetten. Stefan Fischer fuhr am Dienstag um 17.30 Uhr mit einem Vierachser-Kranwagen vor. Punktgenau manövrierte er den Arbeitskorb zum Horst der Störche. Mit von der Partie war auch Storchenvater Alois Vogler. In schwindelerregender Höhe beringte er einer der Jungstörche. Den anderen hob er sanft in einen Einkaufskorb und brachte ihn gut zugedeckt zum wartenden Publikum. Dieses konnte hautnah miterleben, wie der zweite Jungstorch beringt und den Schnabel geputzt bekam. Im Anschluss ging es wieder im Korb verpackt hinauf zum Horst. Wenig später flog der Mutterstorch wieder zu ihrem Nachwuchs. «Es war schön, den Babystorch so nah zu sehen», sagte Lena Junker (10). Julia Frei (10) fügt an: «Ich fand es süss, wie der Jungstorch beringt und dass alles so gut erklärt wurde. Ich weiss jetzt, dass bei geraden Jahreszahlen der Ring an den rechten Fuss kommt.»
Debora Gattlen