Am Freitag stand das Tor im Stadttörli weit offen, im Zeitturm konnten alle das revidierte Uhrwerk der astronomischen Uhr besichtigen
Über Jahrhunderte unregelmässig abgenutzte Holzstufen musste erklimmen, wer das Uhrwerk der astronomischen Uhr im Zeitturm sehen wollte. Am ...
Am Freitag stand das Tor im Stadttörli weit offen, im Zeitturm konnten alle das revidierte Uhrwerk der astronomischen Uhr besichtigen
Über Jahrhunderte unregelmässig abgenutzte Holzstufen musste erklimmen, wer das Uhrwerk der astronomischen Uhr im Zeitturm sehen wollte. Am Freitagabend waren das zwischen 16 und 18 Uhr nicht wenige. Diejenigen, die fast bis unters Dach gelangten, fanden dort ein glänzendes Uhrwerk vor, dessen Rädchen präzis ineinandergreifen und im Viertelstundentakt bimmeln. Stadtschreiber Erich Probst erklärte rund 50 Personen das Uhrwerk der astronomischen Uhr aus dem Jahr 1956, das die Aarauer Firma Rüetschi erst vor kurzem drei Monate lang für insgesamt rund 60 000 Franken revidiert hatte. Er sprach von der elektronischen Überwachung der Uhr mittels Sensoren, von gewichtigen Pendeln, vom Zusammenspiel eindrücklicher Maschinerie und faszinierender moderner Hochtechnologie. Dieser Motor treibt sowohl die astronomische Uhr auf der Altstadtseite an genauso wie auch die Uhr Richtung Lenzburgerstrasse. Nur noch etwa zwölf solcher Uhrwerke mit einer astronomischen Uhr gebe es schweizweit, so Probst.
Einen Stock höher konnte man alte Pendel und vor allem das alte Uhrwerk aus dem Jahr 1544 bewundern, das einst die gleiche Funktion erfüllte, heute aber nicht mehr in Betrieb ist. «Dieses Uhrwerk dient zur Dekoration und ist durchaus museumswürdig», meinte der Stadtschreiber. (hhs)