Die Fachkommission des Ortsbildschutzes gratuliert zu einem Umbauprojekt an der Holzrütistrasse
Der Ortsbildschutz zeigt sich erfreut über den Umbau einer alten Scheune im Dorfkern – und schaut vor Ort vorbei.
Früher war das Gebäude im Dorfkern von ...
Die Fachkommission des Ortsbildschutzes gratuliert zu einem Umbauprojekt an der Holzrütistrasse
Der Ortsbildschutz zeigt sich erfreut über den Umbau einer alten Scheune im Dorfkern – und schaut vor Ort vorbei.
Früher war das Gebäude im Dorfkern von Niederrohrdorf eine grosse Scheune. Sie gehörte zu einem Bauernhaus, das noch immer steht. Unterdessen sind aus der einstigen «Schür» drei Wohnungen und ein Atelier geworden.
Der Umbau an der Holzrütistrasse 2 war aufwendig und dauerte gut zwei Jahre. Nun ist er abgeschlossen – dies ganz zur Zufriedenheit des Ortsbildschutzes. Er und ein externer Berater begleiteten den Umbau, da sich das Gebäude mitten in der Kernzone befindet und erhöhte Anforderungen an die Gestaltung erfüllen muss.
Ein «gelungener» Umbau
Die Fachkommission des im Jahr 2022 gegründeten Ortsbildschutzes empfindet die Sanierung gar als derart «gelungen», dass sie der Bauherrschaft um Manuela Büchli, Nadine Villiger und Manuel Villiger und dem Architekten Severin Papst von der WP Generalbau in Remetschwil am Mittwoch vor Ort offiziell gratulierte.
Gemeinderat Patrik Hitz, Präsident der Fachkommission, lobte dabei primär die Tatsache, dass der Bau überhaupt erhalten geblieben ist und nicht zugunsten eines Neubaus abgerissen wurde. «Ein kleiner Teil des alten Dorfes konnte mit dem Umbau erhalten bleiben, während rundherum viele Neubauten stehen», sagte Hitz gegenüber dem «Reussbote». «Wir sind sehr zufrieden, dass der Bau nicht durch einen gesichtslosen viereckigen Betonklotz ersetzt wurde.» Ein neuer Ersatzbau sei nämlich die Regel und die Sanierung an der Holzrütistrasse entsprechend zu würdigen.
Die Kommission erwähnt im Detail unter anderem die «sorgfältig gestalteten» eingedeckten Dachflächen und die Fassaden aus Holz. Besondere Erwähnung erhält ausserdem der Erhalt der Giebelmauer in Naturstein, in welche mit Ortbetonleibungen versehene Öffnungen eingefügt wurden. Erfreulich auch: Es sei bewusst auf störende, aussenliegende Sonnenschutzelemente verzichtet worden, so die Kommission.
Es war das erste Mal in der jungen Geschichte des Ortsbildschutzes in Niederrohrdorf, dass die Fachkommission offiziell zu einem Umbau gratuliert – dies im Sinne eines anerkennenden Rituals.
Marko Lehtinen