Die Löwen-Unterführung zwischen Parkplatz Birrfeldstrasse und Altstadt wurde erneut beschmiert
Gerade erst war die über und über mit Graffiti beschmierte Unterführung für 5500 Franken überstrichen worden, schon verewigte sich wieder ein Sprayer auf der ...
Die Löwen-Unterführung zwischen Parkplatz Birrfeldstrasse und Altstadt wurde erneut beschmiert
Gerade erst war die über und über mit Graffiti beschmierte Unterführung für 5500 Franken überstrichen worden, schon verewigte sich wieder ein Sprayer auf der Wand. Diesmal reagierte die Stadt schnell.
Nach rund einem Jahr wurden die zahlreichen Schmierereien in der Löwen-Unterführung entfernt. Die Stadt gab den Auftrag, diese mit Anti-Graffiti-Farbe zu überstreichen. Kostenpunkt: 5500 Franken. Wie ein Post in der Facebook-Gruppe «5507 Mellingen» zeigte, blieb die Wand aber nur wenige Tage unberührt. Ein «einheimischer Künstler», wie ein User vermutete, hatte sich mit einem Graffiti auf der Altstadt-Seite der Unterführung verewigt. In den Kommentaren auf Social Media äusserten zahlreiche Bürger ihr Unverständnis. «Nicht zu fassen», lautete der entsetzte Tenor in den Kommentaren. «Installiert endlich an den neuralgischen Stellen Überwachungskameras! Wie lange will man da noch zuschauen?», lautete eine Forderung. Nicht nur im Internet, sondern auch in der Stadtkanzlei ärgert man sich über die ständigen Schmierereien, denn die Stadt ist für deren Beseitigung zuständig. «Wir haben die Devise ausgegeben, die Schmierereien müssen weg», erklärt Stadtschreiber-Stellvertreter Erich Probst mit Bezug auf die früheren Schmierereien an der Schule, der Rathaus-Unterführung sowie der Löwen-Unterführung. «Man darf das nicht zulassen», betont Probst.
Künftig sollen daher alle Verunreinigungen binnen fünf Tagen entfernt und in jedem Fall zur Anzeige gebracht werden: «Irgendwann erwischen wir sie und dann gibt es eine Rechnung», warnt Probst. Bezüglich der Schmierereien am Schulhaus gebe es sogar bereits konkrete Hinweise auf die Täter. Diese hätten sich aus dem Inhalt der Schmierereien ergeben. Das Graffiti des unbekannten «Künstlers» in der Löwen-Unterführung war zwei Tage nach dem Facebook-Post übrigens bereits entfernt.
Kamera im Budget 2025
Und was sagt man in der Verwaltung zur erneuten Forderung nach einer Videoüberwachung im Städtli? Man habe sich dazu durchaus Gedanken gemacht, so Probst: «Für das Schulhaus Kleine Kreuzzelg ist eine Kamera im Budget 2025 vorgesehen», verrät Probst. Kameras an der besagten Löwen-Unterführung oder dem Rathaus sind bisher nicht im Budget eingeplant. Denn solche Kameralösungen sind relativ kostspielig und mit viel Aufwand punkto Datenschutz verbunden. Ob den Vandalen angesichts der neuen rigorosen Haltung der Stadt der Spass vergeht, bleibt abzuwarten. Fest steht, wenn sie tatsächlich erwischt werden, wird es teuer.
Michael Lux