Wie weiland Wilhelm Tell
Es gibt Neuigkeiten von den Sportsfreunden, Abteilung polysportiv. Dass sie über Odi, Rast, Lichtsteiner, den ZSC, Kambundji, die Schweizer Handballer, Shaqiri, Bencic und Wawrinka fachsimpeln, ist normal. Dass hie und da noch Federer zum ...
Wie weiland Wilhelm Tell
Es gibt Neuigkeiten von den Sportsfreunden, Abteilung polysportiv. Dass sie über Odi, Rast, Lichtsteiner, den ZSC, Kambundji, die Schweizer Handballer, Shaqiri, Bencic und Wawrinka fachsimpeln, ist normal. Dass hie und da noch Federer zum Thema wird, ist wahrscheinlich dem Alter der Sportsfreunde geschuldet. Und auch der Torhüter des FC Aarau, Marvin Hübel, gibt zu reden. Kein Wunder, er legt ja grosse Ehre für das untere Freiamt ein, kommt er doch aus Tägerig. Da sind sich alle Sportsfreunde einig.
Neuerdings diskutieren die Sportsfreunde aber auch ernsthaft über politische Themen. Letzthin, es war noch vor Mitternacht, wurde die SRG-Initiative thematisiert. Vorbei mit dem Konsens! Nun wurde es kontrovers und emotional, der ansonsten vorbildliche, sportliche Teamgeist drohte unter den Biertisch zu kippen. Die Pro- und Contra-Argumente wurden einander um die Ohren geschlagen. Eine Eskalation wie bei Mani Matters «Si hei dr Wilhälm Täll ufgfüert» bahnte sich an, notabene im «Löwen» Mellingen, nicht in Nottiswil. Zwei harmoniebedürftige Teammitglieder brachen beinahe in Tränen aus. Es kam aber zum Glück nicht zur matterschen Massenschlägerei, weil wie so oft im Leben der Humor siegte. Sportsfreund Salomon bestellte noch eine Runde Bier und brachte es auf den Punkt: «Es ist eine simple Serafe-Rechnung: Ich lege seit Neujahr täglich ein Fränkli in ein Sparsäuli. Das ergibt bis Ende 2026 genau 365 Franken, womit ich die Gebühr locker bezahlen kann. 30 Franken bleiben übrig, welche jeden zweiten Monat für eine Stange Bier reichen. Während der übrigen sechs Monate trinke ich nur Wasser – und trage damit erst noch etwas zur Volksgesundheit bei.»
Jean