Über «Belle» und «Pussys»
Es gibt Neuigkeiten von den Sportsfreunden, Abteilung Diverses. Fribourg-Gottéron hat es geschafft, wurde zum ersten Mal Schweizer Eishockey-Meister und dies im siebten Playoff-Spiel, in der sogenannten ...
Über «Belle» und «Pussys»
Es gibt Neuigkeiten von den Sportsfreunden, Abteilung Diverses. Fribourg-Gottéron hat es geschafft, wurde zum ersten Mal Schweizer Eishockey-Meister und dies im siebten Playoff-Spiel, in der sogenannten «Belle». Welch schönes Wort! Da überbordeten die Emotionen, es flogen die Helme, Schläger und Handschuhe. In den Spielen davor flogen auch hie und da die Fäuste, Eishockeyspieler sind hart im Nehmen und keine Jammeris. Körperkontakt gehört dazu, sogenannte «Schwalben» sind verpönt und werden vom Schiedsrichter sofort während des Spiels mit einer Zwei-Minuten-Strafe geahndet.
Nun, die Leserschaft ahnt es, vergleiche ich mit den Spitzenfussballern. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt: Die sind auch hart im Nehmen, vor allem beim Lohn. Und nochmals extrem verallgemeinert: Sie bleiben nach einem Zweikampf «verletzt» am Boden liegen und schlagen mit der flachen Hand dutzendmal auf den Rasen. Szenen, bei denen ich mich anfangs ärgerte und nun meistens nur noch lache. Ist doch hohe Schauspielkunst!
Natürlich haben auch körperkontaktlose Sportarten ihren Reiz. Beim Volleyball, wo die Ballkünstler bekanntlich durch ein Netz getrennt sind, liegt gar keine physische Nähe drin: Schon bei der kleinsten Berührung der gegnerischen Fingerspitzen oder des Netzes wird gejammert und beim Schiedsrichter interveniert. Bei solchen Szenen können Eishockeyspieler nur den Kopf schütteln. Wie sagte doch einst Büne Huber, Frontmann von Patent Ochsner: «Ich habe die Schnauze voll von diesen Pussys.» Achtung, liebe Volleyball-Sportsfreunde, bevor ihr eine Gegendarstellung in die Tasten haut und ich einen Bodyguard engagieren muss: Er meinte damit natürlich die Fussballer.
Jean
PS: Und zum Schluss noch dies: Bei den Frauen ist eh alles anders.