Wer hat den braunsten Fussballrasen?
25.08.2026 Tägerig, Sport, Region ReusstalDie Fussballplätze der Region müssen bewässert werden. Die Frage ist, wie viel nötig ist
Die Fussballrasen müssen bewässert werden. Ansonsten drohen teure Sanierungen, die die Gemeindekassen belasten. Doch wie viel Wasser braucht es, damit es nicht ...
Die Fussballplätze der Region müssen bewässert werden. Die Frage ist, wie viel nötig ist
Die Fussballrasen müssen bewässert werden. Ansonsten drohen teure Sanierungen, die die Gemeindekassen belasten. Doch wie viel Wasser braucht es, damit es nicht dazu kommt?
Ein Post auf dem Status von Altgemeinderat Christian Vogel,
Tägerig, sorgte kürzlich für Gesprächsstoff. Nebst Bild postete er den Kommentar: «Ist es sinnvoll, wenn am Mittag bei 35 Grad der Fussballrasen gewässert wird und dafür Einschränkungen für Landwirte und Bevölkerung gelten?» Der «Reussbote» fragte bei Christian Vogel nach. «Das Foto ist von einem Fussballplatz im Kanton Aargau. Es geht mir nicht darum, dass die Fussballplätze nicht bewässert werden sollen», sagt er. Er wisse, dass diese bewässert werden, damit später nicht die Plätze komplett saniert werden müssten. Das würde dann nicht nur die Gemeindekasse belasten, sondern auch den Spielbetrieb der Fussball-Clubs.
Landwirte sind die Leidtragenden
Christian Vogel sagt, störend sei, dass Wasser für Fussballplätze fliesse, einige Landwirte hingegen für ihre Felder kein Wasser erhielten. So zum Beispiel im Bünztal, wo aktuell vom Kanton eine Wasserentnahme aus der Bünz verboten wurde. «Es geht mir vor allem um die Landwirtschaft, die unter den Hitzewellen und der extremen Trockenheit leidet», sagt er. «Schlussendlich geht es um die Versorgungssicherheit der Bevölkerung.» Manche Felder würden schlechter aussehen als Fussballplätze. In der Zukunft müssten sich Gemeinden Gedanken machen, wie das vorhandene Wasser gerecht verteilt werde, ohne dass die Situation völlig eskaliere.
FC Tägerig bewässert massvoll
In Tägerig wird der Fussballplatz des FCs mit Massen bewässert. Platzwart Marco Hilpert sagt: «Bei uns wird nicht am Mittag bewässert, ausser es muss kurz eine Funktionskontrolle durchgeführt werden.» Tatsache sei, über 30 Grad gehe die Vegetation in den Überlebensmodus. Das ist auch beim Fussballrasen so. «Wir bewässern rund ein Drittel weniger, als umliegende Fussball-Clubs im Reusstal dies handhaben und es der Fussballverband empfiehlt», so Hilpert. Das sehe man an der grüneren Farbe der Plätze. «Wir haben zurzeit den schlechtesten Rasen der Region», sagt er. «Das ist den Wassersparmassnahmen geschuldet», führt Marco Hilpert aus.
Bereits hat die neue Fussballsaison wieder gestartet. So auch in Tägerig. Trotz der braunen Farbe musste der Fussballrasen vor den Spielen gemäht werden. «Der Rasenroboter kam nicht zum Einsatz, da dieser eine Störung hat», führt Marco Hilpert aus. «Der Rasen wurde daher von Hand und wegen der Hitze etwas höher als normal gemäht.» Zudem sei es das Ziel, den Rasen nicht mehr zu wässern, sofern genug Regen fällt. «Wir hoffen, dass der Fussballrasen sich wieder erholt und der FC Tägerig darauf eine erfolgreiche Saison spielen kann», sagt der Platzwart.
Debora Gattlen
