Das Restaurant Krone hat nach wenigen Tagen Unterbruch wieder mit neuem Pächter aufgemacht
Italienische und schweizerische Spezialitäten sind nach wie vor Programm in der «Krone». Wirt Senol Alptekin (59) bietet über 100 Gerichte an und steht gemeinsam mit seinem ...
Das Restaurant Krone hat nach wenigen Tagen Unterbruch wieder mit neuem Pächter aufgemacht
Italienische und schweizerische Spezialitäten sind nach wie vor Programm in der «Krone». Wirt Senol Alptekin (59) bietet über 100 Gerichte an und steht gemeinsam mit seinem Bruder selbst in der Küche. Ab Februar planen sie innerhalb von Stetten auch Hauslieferungen.
Ich arbeite seit 30 Jahren in der Gastronomie», berichtet Senol Alptekin, der vor 45 Jahren aus der Türkei in die Schweiz kam. Von Anfang an sei er selbstständig tätig gewesen. In drei Jahrzehnten führte er mehrere Restaurants im Raum Winterthur und Zürich, darunter das Restaurant Hecht in Dübendorf mit 500 Plätzen, das Restaurant Frohsinn in Buchs, das Restaurant Linde in Adliswil oder zuletzt das Restaurant Ecke in Zürich-Affoltern. Weil das dortige Wirtshaus für einen Neubau abgerissen werden soll, musste er jedoch auf die Suche nach einer neuen Bleibe gehen. Er habe zwei bis drei Standorte in der Auswahl gehabt, berichtet er. Der Hausbesitzer habe ihn gefunden, erklärt er auf die Frage, wie er gerade auf Stetten gekommen sei. Er sei einige Male vorbeigekommen und die «kleine traditionelle Beiz» habe ihm sehr gut gefallen. Mellingen und Wohlen habe er bereits vorher gekannt, Stetten jedoch noch nicht. Aber auch, dass das Dorf nicht so gross sei, gefalle ihm. «Ein kleines Dorf kann dich schnell hochbringen, es kann aber auch schnell bergab gehen», weiss er. Sorgen macht er sich deswegen jedoch keine: «Wer einmal zum essen gekommen ist, kommt wieder», gibt er sich selbstbewusst.
Chef steht selbst in der Küche
«Wir sind ein Familienbetrieb», erklärt der 59-Jährige. Denn sein Bruder und er stehen normalerweise gemeinsam in der Küche. Im Moment suchen sie aber noch eine 100-prozentige Servicekraft zu ihrer Unterstützung. «Ich habe von den Köchen, die bei mir gearbeitet haben gelernt, das ist besser als Schule», sagt Alptekin, der seit jeher italienisch und schweizerisch kocht. «Wir haben eine ziemlich dicke Speisekarte», lacht der Restaurant-Chef, während er bereits für die Abendreservationen eindeckt. Über 100 Gerichte finden sich auf der Karte. «Cordon bleu ist unsere Spezialität», so Alptekin auf Nachfrage. Allein 17 verschiedene Sorten stünden zur Auswahl. Dazu kämen 38 verschiedene Pizzasorten und über 40 Teigwaren sowie zahlreiche Fischund Fleischgerichte – etwa vom heissen Stein, rechnet er vor. «Wir haben schön grosse Portionen und gute Qualität», betont der neue «Krone»-Wirt, der am Wochenende einen kleinen Willkommens-Apéro für die Bevölkerung ausrichtete. Mund-zu-Mund-Propaganda sei extrem wichtig, sagt Alptekin, der auch schon neue Ideen parat hat. So plane er ab Februar auch Hauslieferungen anzubieten, jedoch nur innerhalb von Stetten. «Es liegt in deiner Hand. Wenn man gute Qualität hat und freundlich zu den Leuten ist, kommen sie wieder», sagt der 59-Jährige, der gekommen ist, um zu bleiben. Sein Ziel sei es, das Restaurant bis zur Pensionierung zu führen, erklärt er.
Michael Lux