Niederrohrdorf: Rund 140 Schülerinnen und Schüler von der Kreisschule Rohrdorferberg lernten am Berufsinfotag lokale Unternehmen kennen
Rund 140 Schülerinnen und Schüler der 2. Oberstufe lernten verschiedene Berufe im Rahmen eines Berufsinfotages kennen. Nebst ...
Niederrohrdorf: Rund 140 Schülerinnen und Schüler von der Kreisschule Rohrdorferberg lernten am Berufsinfotag lokale Unternehmen kennen
Rund 140 Schülerinnen und Schüler der 2. Oberstufe lernten verschiedene Berufe im Rahmen eines Berufsinfotages kennen. Nebst Theorie konnte auch praktische Erfahrung gesammelt werden.
Lila-blaue Hortensienblüten und Kränze liegen bereit. Naomi Burri, Lernende Floristin bei Flückiger Blumen in Niederrohrdorf, führte am Dienstag beim Berufsinfotag Schülerinnen in die Kunst der Floristik ein. Sie erzählte ihnen, weshalb sie diesen Beruf wählte: «Als Floristin kann ich sehr kreativ sein. Gerne probiere ich auch untypische Farbkombinationen aus. Ich liebe es, mit Blumen zu arbeiten und schätze den Kundenkontakt.» Die Schülerinnen durften danach gleich selber Hand anlegen und einen Kranz binden. Diesen durften sie als Erinnerung nach Hause nehmen. «Ich finde es toll, etwas mit den Händen zu machen. Deshalb habe ich mich entschieden,, den Floristen-Beruf kennenzulernen», sagt Lea (13, Niederrohrdorf). Norah (14, Niederrohrdorf) fügt an: «Ich habe schon von klein auf gerne im Garten gearbeitet und mir gefallen Blumen sehr. Deshalb interessiert mich der Beruf als Floristin.»
Badekugeln selbst herstellen
Ein wenig sieht es wie bei einer Operation aus. Jedoch wird beim Berufsinfotag in der Drogerie Meier in Niederrohrdorf nicht am offenen Herzen operiert - es werden Badekugeln angemischt. Sarina Notter (16, erstes Lehrjahr Drogistin) und Loriana Arcuti (17, zweites Lehrjahr Drogistin) wiesen die angemeldeten Schülerinnen in der Herstellung an. Zuerst mussten sie Protokolle ausfüllen, bevor es an die Herstellung ging. Natron, ätherische Öle und weitere Zutaten wurden gemischt und anschliessend auf einem Magnet-Rührwerk aufgekocht. «Ich finde es spannend, etwas mit den Händen zu machen und nicht nur im Büro zu sitzen», sagt Imea Bossard (14, Niederrohrdorf) bei der Herstellung. Melissa Würsch (13, Bellikon) will später etwas mit Menschen machen und vielleicht Medizin studieren. Jenny Dahinden (13, Remetschwil) sagt: «Der Gesundheitsbereich interessiert mich.
Ich möchte Physiotherapeutin werden. Deshalb ist das Schnuppern in der Drogerie ein guter Einstieg.» Andreas Meier, Inhaber Drogerie Meier sagt: «Für die Zukunft des Gewerbes ist es wichtig, alles zu unterstützen, was mit Nachwuchs zu tun hat. Beim Berufsinfotag mitzumachen ist zwar aufwändig und anspruchsvoll. Trotzdem lohnt es sich, damit Jugendliche eine Berufslehre absolvieren.»
Aromaparcours bei der Linde
20 Schülerinnen und Schüler wollten hinter die Kulisse des Restaurants Linde schauen und mehr über die Berufe Koch und Restaurant-Fachperson erfahren. Geschäftsführerin Isabelle Utiger führte nicht nur durch den Betrieb, sondern veranstaltete zum Schluss auch einen Aroma-Parcours. «Mich interessiert der Beruf als Koch. Ich wollte daher einen Blick hinter die Kulisse werfen. Mir hat es heute sehr gut gefallen. Ich habe mich bereits zum Schnuppern angemeldet», sagte Neo Wüest (13). Leora Carisch (13, Oberrohrdorf) fügt an: «Da ich Köchin werden will, habe ich mich beim Schnuppertag in der Linde angemeldet.»
Seraina Haenni/Debora Gattlen