Am Samstag fand an der Gheidstrasse 19 in der Schlosserei der Fröhlich Sortiertechnik GmbH eine Versteigerung des Inventars statt
Schnäppchenjäger waren nicht nur aus der Region vor Ort. Die Autoschilder auf dem Parkplatz verrieten: Die Versteigerung des ...
Am Samstag fand an der Gheidstrasse 19 in der Schlosserei der Fröhlich Sortiertechnik GmbH eine Versteigerung des Inventars statt
Schnäppchenjäger waren nicht nur aus der Region vor Ort. Die Autoschilder auf dem Parkplatz verrieten: Die Versteigerung des Schlosserei-Inventars an der Gheidstrasse stiess über die Kantonsgrenze hinaus auf grosses Interesse.
Der 72-Jährige hat das Gantrufen im Blut. Bruno Furrer aus
Mosen ist seit fünf Jahrzehnten im Geschäft. Meist sind es Versteigerungen, bei denen bis zu 1000 Personen vor Ort sind. So auch letzte Woche, als ein Bauernhof in der Innerschweiz unter den Hammer kam. In Mellingen ging es am Samstagvormittag an der Gheidstrasse 19 bei der Schlosserei beschaulicher zu. Trotzdem fanden sich gegen 100 Personen, vor allem Männer, in der zugigen Produktionshalle ein. Viele nutzten die Gelegenheit, sich vor der Versteigerung ein Bild von der Ware zu machen. So auch Jeremias Voney und Dominic Canpart. Wie andere hatten sie von der Versteigerung aus der Zeitung erfahren. «Wir haben im Inserat gesehen, dass eine Werkbank versteigert wird», sagten die beiden jungen Männer. Diese sei für ihren privaten Gebrauch. Natürlich spiele der Preis eine Rolle. 100 Franken würden sie aber durchaus investieren. Vor Ort waren nicht nur Privatpersonen, sondern auch Landwirte und Unternehmer. Pius Portmann, der Besitzer eines Abbruchunternehmens in Wolhausen, sagte: «Mich interessieren die Seilzüge. Sie sind von sehr guter Qualität.»
Produktion in Mellingen fällt weg
Weshalb kam das Inventar der Schlosserei unter den Hammer? François Fröhlich, Geschäftsführer der Fröhlich Sortiertechnik GmbH, sagte vor Ort: «Ich trenne mich von der Fabrikation, welche sich seit zehn Jahren in Mellingen befand.» Der Zeitpunkt passe, da der Fünfjahres-Mietvertrag auslaufe. Den Rest der Fröhlich Sortiertechnik GmbH führe er am Firmensitz in Hünenberg weiter.
Bei der Versteigerung griffen Schnäppchenjäger zu. So gingen Wasserwaagen und Schraubzwingen bereits ab fünf Franken über den Tisch. Nebst der Werkbank griffen Jeremias Voney und Dominic Canpart bei einer Palette mit Winkelschleifern zum Schnäppchenpreis von zehn Franken zu. Gantrufer Bruno Furrer sagte: «Es hat hier sehr spezielle Sachen, zu bester Qualität und zu unschlagbar tiefen Preisen!» Bietergefechte gab es wenige, der Zuschlag erfolgte schnell, bezahlt wurde in bar. Unter den Hammer kamen unter anderem Werkzeuge, Schweisstische, ein Wandschwenkkran und Stahllagergestelle.
Debora Gattlen