Roman Wyler ist im Sennhof aufgewachsen und lebt mit seiner Familie in Remetschwil. Der eidg. dipl. Bauleiter Tiefbau engagiert sich in seiner Freizeit als Gemeinderat in Remetschwil und als Kampfrichterverantwortlicher im Schwingsport.
Heute ist Freitag, der 13. Einen solchen ...
Roman Wyler ist im Sennhof aufgewachsen und lebt mit seiner Familie in Remetschwil. Der eidg. dipl. Bauleiter Tiefbau engagiert sich in seiner Freizeit als Gemeinderat in Remetschwil und als Kampfrichterverantwortlicher im Schwingsport.
Heute ist Freitag, der 13. Einen solchen gibt es jedes Jahr mindestens einmal, höchstens dreimal. Für manche Menschen ist das ein Datum, das ungefähr so willkommen ist wie ein Zahnarzttermin am Montagmorgen. Freitag, der 13. gilt vielen als Unglückstag.
Doch warum eigentlich? Was hat es mit der 13 und dem Freitag auf sich? Ganz genau weiss man es nicht.
Die Spur führt weit zurück. Seit Jahrhunderten gilt die Zahl 13 als Unglückszahl. Vermutlich, weil sie direkt auf die zwölf folgt und die ist in vielen Kulturen eine Art Heilige Zahl: Es gibt zwölf Monate, zwölf Tierkreiszeichen, zwölf olympische Götter und zwölf Apostel. Beim letzten Abendmahl sassen jedoch 13 Personen am Tisch. Jesus und seine zwölf Jünger. Der Dreizehnte war Judas. Und der hatte bekanntlich keine besonders glückliche Rolle in der biblischen Geschichte. Er verriet Jesus und brachte damit Unglück.
So entwickelte sich über die Jahrhunderte der Aberglaube rund um die Zahl. In vielen Flugzeugen fehlt deshalb bis heute die 13. Sitzreihe. Manche Hotels verzichten auf die Zimmernummer 13 oder überspringen gleich die ganze 13. Etage.
Auch der Freitag selbst hat im christlichen Kontext keinen besonders guten Ruf. Der Überlieferung nach sollen Adam und Eva an einem Freitag von der verbotenen Frucht gegessen haben. Kain erschlug Abel an einem Freitag und Jesus wurde am Karfreitag gekreuzigt.
Wie die beiden schliesslich zusammengefunden haben, ist allerdings nicht ganz geklärt. Eine Theorie führt zu einem angeblichen Börsensturz an einem Freitag, dem 13. Oktober 1929 in den USA. Tatsächlich passierte dieser aber erst rund zwei Wochen später. Vermutlich war es ein Journalist, der den Begriff aus den USA nach Deutschland brachte und ihn in einem Zeitungsartikel verwendete. Von dort aus verbreitete sich der Ausdruck langsam, bis aus einem Datum ein regelrechter Unglückstag wurde.
Das Interessante daran: Studien zeigen, dass an Freitagen, die auf einen 13. fallen, nicht mehr Unglücke passieren als an jedem anderen Tag auch. Versicherungen bestätigen das regelmässig. Statistisch ist dieser Tag also völlig unspektakulär. Das eigentliche Problem liegt deshalb gar nicht im Kalender, sondern in uns selbst. Wer überzeugt ist, dass heute alles schiefgeht, achtet plötzlich auf jedes kleine Missgeschick. Der verschüttete Kaffee oder der verpasste Zug wird dann schnell zum Beweis, dass der Tag tatsächlich verflucht ist.
Freitag, der 13. ein Pechtag? Aberglaubsch jo sälber ned!