Abstimmungskrimi für Kreisschule steht an
09.06.2026 Oberrohrdorf-StaretschwilOberrohrdorf: Der Bruttokredit-Anteil der Gemeinde für die Erweiterung der Kreisschule beträgt 13,78 Millionen
Der Bruttokreditanteil für die Erweiterung der Kreisschule Rohrdorferberg ist an der Gemeindeversammlung traktandiert. Der Souverän kann zudem ...
Oberrohrdorf: Der Bruttokredit-Anteil der Gemeinde für die Erweiterung der Kreisschule beträgt 13,78 Millionen
Der Bruttokreditanteil für die Erweiterung der Kreisschule Rohrdorferberg ist an der Gemeindeversammlung traktandiert. Der Souverän kann zudem über die Teiländerung der Nutzungsplanung der Familiengärten befinden.
Am Dienstag, 16. Juni, finden um 19.30 Uhr gleichzeitig in Niederrohrdorf, Oberrohrdorf, Remetschwil und Bellikon die Gemeindeversammlungen statt. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger werden dann über den Bruttokredit für die Erweiterung der Kreisschule Rohrdorferberg abstimmen. In Oberrohrdorf beträgt der Bruttokreditanteil 13,78 Millionen Franken (plus Teuerung).
Nach der Loslösung vom Primarschulprojekt in Niederrohrdorf («Jim Knopf»), ist nun die Erweiterung des Oberstufenzentrums der Kreisschule Rohrdorferberg in Niederrohrdorf beschlussreif. Das Siegerprojekt «Torfmoos» ist aus einem Gesamtleistungswettbewerb hervorgegangen und überzeugt durch die Lage vor dem bisherigen Kreisschulhaus und der schlichten Formgebung der Baukörper. Die zwei neuen Schulbauten verfügen über Unterrichtszimmer und Spezialräume und ersetzen die heutigen Container. Lediglich zwei zusätzliche Schulräume sind vorgesehen. Der Bedarf nach diesen zusätzlichen Schulräumen wurde durch Schülerzahlenprognosen errechnet. Unter den Schulkörpern wird eine unterirdische Doppelturnhalle gebaut. Sie kann unabhängig vom Schulbetrieb über eine Rampe von der Rüslerstrasse her erreicht werden. Die Kosten für die Verbandsgemeinden werden nach den Einwohnerzahlen berechnet. Bellikon mit 5,15 Millionen, Niederrohrdorf mit 15,35 Millionen, Oberrohrdorf mit 13,79 Millionen und Remetschwil mit 6,81 Millionen Franken. Der Gesamtbrutto-Verpflichtungskredit beträgt 41,1 Millionen Franken.
Sagen am 16. Juni alle Verbandsgemeinden Ja zum Bruttokreditanteil für die Erweiterung des Oberstufenzentrums der Kreisschule Rohrdorferberg in Niederrohrdorf, erfolgt im August die Auftragsvergabe für die Projektierung, im Oktober die Eingabe des Baugesuchs. Im März 2027 startet die Ausschreibungs- und Ausführungsplanung. Geht alles glatt, kann mit dem Bau im März 2028 begonnen werden, der Bezug der neuen Schulgebäude ist für den Sommer 2030 vorgesehen.
Teiländerung Nutzungsplanung
Ein weiteres Geschäft betrifft den Werkhof: An der Winter-Gmeind 2023 bewilligte der Souverän für die Planungsarbeiten sowie einer Teiländerung Nutzungsplanung einen Planungskredit von 180 000 Franken. Vertiefte Analysen zeigten, dass der Standort der rechtskräftigen Familiengartenzone in Staretschwil den besten Standort für den Werkhofbetrieb darstellt. Am bisherigen Standort in Oberrohrdorf ist der Werkhof an die Kapazitätsgrenze angelangt. Ein optimaler Betrieb kann nicht mehr gewährleistet werden. Der Standort beim Schulhausareal an der Hinterbächlistrasse ist ungünstig gelegen und führt immer wieder zu gefährlichen Situationen.
Gegen die Teiländerung der Nutzungsplanung am Standort Staretschwil sind während der öffentlichen Auflage 15 Einwendungen eingegangen. Die meisten wünschten den Verzicht der Teiländerungszone und die Prüfung einer alternativen Lösung. Am 28. April fand eine Einigungsverhandlung statt. Aus dieser geht hervor, dass die Kritik nicht in erster Linie gegen die Erstellung des Werkhofs ist, sondern gegen die Erstellung einer Sammelstelle. Aufgrund der Einwendungen wurden kleinere Anpassungen an der Machbarkeitsstudie Werkhof sowie am Lärmgutachten vorgenommen. Der Entscheid des Gemeinderats zu den Einwendungen wurde den Einwendenden schriftlich zugestellt. Sagt der Souverän Ja zur Teiländerung der Nutzungsplanung (BNO, BZP, KLP) Familiengartenzone Staretschil, muss der Regierungsrat dies noch genehmigen.
Jahresrechnung schliesst besser ab
Die Jahresrechnung 2025 schliesst bei einem gleichbleibendem Steuerfuss von 85 Prozent um 2,04 Millionen Franken besser ab als budgetiert. Es resultiert ein Ertragsüberschuss von 829 351 Franken. Budgetiert war ein Verlust von 1,21 Millionen Franken. Das bessere Ergebnis resultiert vor allem aus einem höheren Fiskalertrag (Gemeindesteuern) von 1,821 Millionen Franken. Dazu kommen ein geringerer Personalaufwand von minus 86 600 Franken, weniger Sach- und übriger Betriebsaufwand, minus 64 700 Franken, sowie mit einem Minus von 254 000 Franken durch tiefere Entschädigung an die Regionalpolizei, der Feuerwehr, dem Betreibungsamt und der Kreisschule. Einzig bei der Pflegefinanzierung war ein Plus von 190 300 Franken zu verzeichnen. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger können zusätzlich zwei Personen das Gemeindebürgerrecht zusichern.
Debora Gattlen
Die Gemeindeversammlung findet am Dienstag, 16. Juni, um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Hinterbächli statt.

