Vollsperrung der alten Reussbrücke ab Montag, 9. März – die Bauarbeiten für die Instandsetzung des Bauwerks starten bald
Wer über die Reuss fahren oder laufen will, muss bald einen Umweg in Kauf nehmen. Die alte Brücke zum Städtli wird ab 9. März ...
Vollsperrung der alten Reussbrücke ab Montag, 9. März – die Bauarbeiten für die Instandsetzung des Bauwerks starten bald
Wer über die Reuss fahren oder laufen will, muss bald einen Umweg in Kauf nehmen. Die alte Brücke zum Städtli wird ab 9. März gesperrt und bis Frühling 2027 instandgesetzt.
Im «Reussbote» war am 24. Februar eine amtliche Publikation des Kantons zu lesen, wo schwarz auf weiss steht, dass die alte Reussbrücke von Montag, 9. März, ab 7 Uhr bis Frühling 2027 für alle Verkehrsteilnehmenden gesperrt ist. «Am Zentralplatz ist in dieser Zeit mit zeitlich beschränkten Behinderungen zu rechnen», heisst es darin. Die Busse fahren seit dem Fahrplanwechsel im Dezember bereits nicht mehr durchs Städtli und nehmen die Umfahrung. Nun werden auch alle anderen Motorfahrzeuge umgeleitet. Der gesamte Fussgängerund Velofahrer-Verkehr wird über den Städtlisteg abgewickelt werden (Ausgabe vom 30. Januar). Alle Umleitungen werden signalisiert. «Diese Woche werden am Zentralplatz Schilder zur Brückensperrung aufgehängt», sagt Christian Birchmeier, Projektleiter der Brückensanierung beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Auch wird die Post in alle Haushalte in Mellingen Flyer mit Informationen verteilen. Zudem hat am Mittwochabend eine nicht öffentliche Anwohnerinformation stattgefunden. Sie war eine gute Gelegenheit, um Fragen zu stellen zum Bauablauf und allen anderen Themen, welche die Anwohnerschaft momentan beschäftigen. «Zielgruppe waren die Bewohner der Altstadtfront vom Alterszentrum bis zum Ende des Städtchens und auf der gegenüberliegenden Reussseite die gleiche Abschnittslänge und die Bewohner rund um den Installationsplatz an der Stetterstrasse», sagt Birchmeier.
Fünf Bäume mussten gefällt werden
Währenddessen haben beim Zentralplatz gewisse Vorarbeiten begonnen. Bei der Liegenschaft Zentralplatz 2 direkt neben der Brücke hat die Baufirma Cellere zwei gelbe Baucontainer aufgestellt. Dort werden die Bauarbeiter essen und Pause machen können. Dicke, orange Stromleitungen wurden gezogen, um die Stromzufuhr zu gewährleisten. An der Böschung zum Fluss hinunter sind fünf Bäume gefällt worden, welche am Reussufer und neben dem Widerlager der Brücke standen. «Die Bewilligung für die Fällung war Teil der öffentlichen Auflage. Wir haben mit den privaten Liegenschaftenbesitzern eine Vereinbarung getroffen», sagt Birchmeier zum «Reussboten». Nach dem Abschluss der Sanierung sollen mit Absprache mit den Eigentümern neue Bäume gepflanzt werden. Welche, steht noch nicht fest. Der Kanton wird wegen des Gewässerschutzes auch noch seine Meinung äussern. An der Böschung am rechten Reussufer, wo die Bäume gefällt wurden, wird ein grosser fixer Turmdrehkran aufgestellt. Dieser Kran kann dann während der gesamten Bauzeit die Funktion des fixen Hebegerätes übernehmen und so das Heben und Positionieren schwerer Bauteile direkt im Bauabschnitt gewährleisten. Birchmeier: «Die Schwierigkeiten sind die sehr beschränkten Platzverhältnisse an diesem Ort. Das System muss für ein Jahr funktionieren.» In ihrer knapp 100-jährigen Geschichte wurde die alte Reussbrücke nur zweimal saniert: 1955 und 1987. Die letzten Jahre fanden mehrere aufwendige Untersuchungen statt. Vor allem die Fahrbahnplatte sowie grosse Teile der Tragkonstruktion und des Widerlagers auf der Seite Zentralplatz müssen umgebaut und ersetzt werden.
Marc Benedetti