Yvonne Heimberg ist in Fislisbach aufgewachsen und arbeitet heute im gleichnamigen Immobiliengeschäft in Fislisbach. Nebst der Immobilienwelt ist die Verbundenheit da für die Familie (zwei erwachsene Kinder), Freunde, Natur, Sport, Coaching und Hund Emil.
Wie bleibst du ...
Yvonne Heimberg ist in Fislisbach aufgewachsen und arbeitet heute im gleichnamigen Immobiliengeschäft in Fislisbach. Nebst der Immobilienwelt ist die Verbundenheit da für die Familie (zwei erwachsene Kinder), Freunde, Natur, Sport, Coaching und Hund Emil.
Wie bleibst du hoffnungsvoll angesichts einer Zukunft voller Herausforderungen? Diese Frage stellte ich meiner Dozentin im Masterstudium. Sie beschäftigt sich intensiv mit Transformationsprozessen und verfügt über einen Hintergrund in Pädagogik und Umweltwissenschaften.
Anlass unseres Gesprächs war die Agenda 2030 der UNO. Im Jahr 2015 verabschiedeten die Mitgliedstaaten diesen globalen Aktionsplan für nachhaltige Entwicklung und definierten die 17 Sustainable Development Goals (SDGs). Sie umfassen Themen wie Armut, Hunger, Gesundheit, Bildung, Gleichstellung, Klima, Umwelt, Frieden und wirtschaftliche Entwicklung.
Betrachtet man die einzelnen Ziele heute, wird deutlich: Von einer umfassenden Umsetzung bis 2030 sind wir noch weit entfernt. Zum Beispiel das Bildungsziel. Dieses sieht vor, allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Zugang zu einer hochwertigen Grund- und Berufsbildung zu ermöglichen. Ein Ziel, das selbstverständlich erscheinen sollte, dessen Umsetzung sich jedoch als deutlich anspruchsvoller erweist.
Aus meiner Sicht wurde den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen teilweise zu wenig Beachtung geschenkt. Bildung ist eng mit Faktoren wie Frieden, Chancengleichheit und sozialer Herkunft verbunden. Auch in der Schweiz beeinflusst das familiäre Umfeld nach wie vor wesentlich, welche Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten einem Kind offenstehen. Solange solche strukturellen Unterschiede bestehen, werden viele Nachhaltigkeitsziele schwer erreichbar bleiben.
Wie können wir künftige Generationen stärken, Verantwortung für sich selbst und ihre Mitwelt zu übernehmen, einander zu unterstützen und trotz aller Herausforderungen hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken?
Die Antwort meiner Dozentin war ehrlich: Es sei tatsächlich schwierig, und zeitweise erscheine die Situation sogar hoffnungslos. Diese Einschätzung teile ich auch. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass wir nicht bloss hoffen dürfen. Unser tägliches Handeln hat grossen Einfluss. Indem wir nicht aufhören zu lernen, neugierig bleiben, Verantwortung übernehmen und Wertschätzung für das entwickeln, was wir haben und was uns verbindet. Vielleicht braucht es gerade in herausfordernden Zeiten mehr Demut, mehr gegenseitige Unterstützung und die Bereitschaft, Veränderungen Schritt für Schritt mitzugestalten. Nicht weil wir sicher sind, dass alles gelingt, sondern weil Nichtstun keine Alternative ist.