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Er gehört zu jenen Schauspielern, die flexibel und variantenreich einsetzbar sind. Diese Flexibilität wird der Branche aktuell auch abgenötigt, da die Zeiten für feste Ensembles an Theatern nicht einfach sind und ...
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Er gehört zu jenen Schauspielern, die flexibel und variantenreich einsetzbar sind. Diese Flexibilität wird der Branche aktuell auch abgenötigt, da die Zeiten für feste Ensembles an Theatern nicht einfach sind und sichere Aufträge im Film eher selten sind. Und doch sind es auch Talent, Fähigkeiten und Handwerk, die eine Karriere zwischen Theater, Film und Sprechkunst für Hörspiele möglich machen.
Im Folgenden haben wir dem Schauspieler einige Fragen gestellt.
Wenn wir schon bei der Flexibilität sind, zwei Buchstaben bringen viele Berufsgattungen aus dem Lot: KI für «Künstliche Intelligenz». Was kommt damit eigentlich auf die Schauspielkunst zu?
Aaron Hitz: «Ich glaube, das Schauspiel steht vor einer Entwicklung, die gleichzeitig bedrohlich und chancenreich ist. Die Geschichte der Kunst zeigt, dass neue Technologien alte Ausdrucksformen selten vollständig verdrängen. Sie verändern sie – manchmal radikal. KI könnte für das Schauspiel das werden, was der Film einst für das Theater war: zunächst ein Schock, später ein neues Spielfeld.»
Hitz findet immer wieder den Weg in die alte Heimat zurück, nicht nur weil seine Eltern in Mellingen leben, sondern auch wegen Einsätzen auf Bühnen der Region. Wie hat sich seit seiner Kindheit denn der Aargau verändert?
«Aus Feldern wurden Wohnquartiere, aus Dörfern Pendlergemeinden. Mellingen liegt heute näher an Zürich als früher, obwohl die Entfernung die gleiche geblieben ist.»
Nun, wir werten dies als positive Veränderungen, und sonst?
«Der Aargau gewann an Arbeitsplätzen, Kulturangeboten und Lebensqualität – ist wohl auch dadurch voller, moderner und teurer geworden. Die Region wurde urbaner, ohne ihre ländlichen Wurzeln ganz zu verlieren.»
Soweit seine diplomatische Einschätzung über die Entwicklung des Kantons Aargaus.
Kein Lampenfieber vor Heimspiel
Zurück zum Theater, das vielleicht als «Königsdisziplin» für Schauspielende bezeichnet werden darf. Wie wäre es, wieder mal auf einer Bühne im Ort seiner Kindheit zu spielen, also im Falle von Aaron Hitz in Mellingen? Wäre es ein Heimspiel?
«Ja, natürlich! Ich durfte schon in der Region auftreten, zum Beispiel in der Zähnteschüür Oberrohrdorf oder im Kurtheater Baden. Und im kommenden Herbst bin ich auf Gastspiel mit der Eigenproduktion «Warten auf Beckett» in der Reithalle Aarau.»
Und warum die Vorfreude auf das Spielen in der Herkunftsregion?
Aaron Hitz: «Ich freue mich immer, im Kanton Aargau zu spielen. Auch weil der Weg vom Heimspiel nach Hause dann nicht so weit ist.»
Na dann, wir freuen uns darauf und wünschen Ihnen weiter viel Erfolg in Ihrem tollen Beruf.
Urs Heinz Aerni
Aktuelle Theaterproduktionen und Auftritte:
◾ «Warten auf Beckett» in Kooperation mit Max Merker, inspiriert von Laurel & Hardy sowie Samuel Beckett, regelmässig im Theater Biel-Solothurn und im Kurtheater Baden.
◾ «Das komische Theater des Signore Goldoni». Eine Produktion am Theater St. Gallen, bei der Aaron Hitz mitspielt und für die Musik verantwortlich zeichnet.
◾ «The Rocky Horror Show». Ebenfalls am Theater St. Gallen, in der Aaron Hitz die Rolle des Eddie und des Erzählers übernahm.
◾ Bei den diesjährigen Festspielen am Saarpolygon bei Saarbrücken ist er in der «West Side Story» als Lieutenant zu sehen.
Mehr Infos und die Spielzeiten findet man auf den entsprechenden Websites.