Region: Rangerinnen und Ranger der Stiftung Reusstal geben ihr Wissen weiter – auf spielerische Art und Weise
«Die Natur des Reusstals mit Kopf, Herz und Hand begreifen», lautet das Thema des neuen Programms der Stiftung Reusstal, bei dem Kinder und Jugendliche als ...
Region: Rangerinnen und Ranger der Stiftung Reusstal geben ihr Wissen weiter – auf spielerische Art und Weise
«Die Natur des Reusstals mit Kopf, Herz und Hand begreifen», lautet das Thema des neuen Programms der Stiftung Reusstal, bei dem Kinder und Jugendliche als «Junior Ranger», die Natur rund um das Reusstal im Laufe der Jahreszeiten erleben können.
Die Rangerinnen und Ranger der Stiftung Reusstal haben sich den Schutz der Natur auf die Fahnen geschrieben. Aber auch die Information über die Tier- und Pflanzenwelt im Reusstal gehört zu ihren Aufgaben. Mit dem neuen Programm «Junior Ranger» für Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 15 Jahren wollen sie die Natur in der Region für die Kids buchstäblich «begreifbar» machen – und zwar über alle vier Jahreszeiten hinweg. Das pädagogische Programm startet am Mittwoch, 19. August, und orientiert sich am Schuljahr. Die ersten zehn Termine stehen, das Programm ist aber fortlaufend. Wohin genau es jeweils geht, ist noch nicht fix festgelegt. Ziel sei es aber, möglichst viele verschiedenen Lebensräume im oberen und unteren Reusstal und auch die Hochmoore am Rohrdorferberg zu erkunden.
Wildnispädagogik ist nachhaltig
Das Konzept der «Junior Ranger» gibt es bereits in vielen Ländern. Der Dachverband Swiss Rangers fördert und unterstützt seine Mitglieder dabei, eigene Programme auf die Beine zu stellen. Auch die Stiftung Reusstal ist nun mit von der Partie: «Wir haben eine lange Tradition mit Exkursionen und Ferienpass, da war es der logische Schritt, dass wir auch mitmachen», erklärt Fabienne Dahinden, stellvertretende Leiterin der Gruppe «Information und Aufsicht Reusstal». «Der Ansatz kommt aus der Wildnispädagogik. Man setzt stark auf das Erlebnis und die Erfahrung in der Natur», erklärt sie. Die Begleiter orientieren sich stark am Jahresverlauf und am Wetter – bleiben aber flexibel: «Manchmal passiert etwas unterwegs oder wir finden spannende Spuren. Da wäre es schade, wenn man die Neugier der Kinder abwürgt und sein Programm durchzieht».
Spielerischer Wissenstransfer
Auch beim eigentlichen Programm geht es locker zu und her. An den Schnuppertagen im Vorfeld gab es beispielsweise einen Postenlauf zum Thema Amphibien. «Wir haben die Eigenarten der Amphibien in den Lauf integriert», so Dahinden. Weil die während der Laichzeit paarweise unterwegs sind, wurden die Kinder jeweils zu zweit zusammengebunden und mussten so von «Seerose» zu «Seerose» (in Form von Matten) hüpfen und dabei dem fiktiven Storch ausweichen. «Man verbindet Wissenstransfer mit Spiel und Spass, das schafft ein nachhaltiges Erlebnis», so die Gruppenleiterin. Auch Basteln mit Naturmaterialien steht auf dem Programm. Oder das Thema Feuer und Wasser. Eine Aufgabe besteht etwa darin, ein Feuer anzuzünden – mit nur drei Zündhölzchen. Das muss natürlich noch warten, bis nach dem Feuerverbot! Es findet sich aber auch sonst jede Menge zu tun, selbst im Winter: «Wie überstehen Tiere und Pflanzen den Winter», könnte in der kalten Jahreszeit ein Thema sein. Welche Tiere legen Vorräte an oder warum klebt eine Schneeflocke zusammen? Solchen Fragen stellen sich die Kinder und Jugendlichen in Gruppen von 12 bis 15 Personen. Für die erste Gruppe gibt es noch wenige Plätze. Es gibt aber auch eine Warteliste. Wenn sich genug Teilnehmende finden, wird es weitere Gruppen geben.
Michael Lux
Infos: stiftung-reusstal.ch