Mägenwil: Die Bühne Mägenwil unterhält das Publikum demnächst mit der Komödie «Drei Geister für Charlène»
Die turbulente Geisterkomödie, die am 24. April Premiere feiert, bringt alles mit, was ein gutes Theaterstück braucht: ...
Mägenwil: Die Bühne Mägenwil unterhält das Publikum demnächst mit der Komödie «Drei Geister für Charlène»
Die turbulente Geisterkomödie, die am 24. April Premiere feiert, bringt alles mit, was ein gutes Theaterstück braucht: Action, Spannung und buchstäblich «geistreiche» Begegnungen. Denn hier spukt es gewaltig, wie der Probenbesuch zeigte.
Noch ist der Vorhang geschlossen. Aus dem Off hört man Türen quietschen: «Kannst du mich sehen, ich bin gerade hier», ertönt eine Grabesstimme. Dann geht der Vorhang auf und die drei Geister erscheinen auf der Bühne. Denn in der alten, seit langem leer stehenden Villa spukt es. Noch jeden neuen Besitzer konnte das Geister-Trio bisher erfolgreich vertreiben. Doch in der Geister-WG knirscht es gehörig. Geist «Franky» (Mischa Koller) und der Feldmarschall (Andreas Sommer) machen der Edeldame Anna (Nicole Zehnder) das Leben, Verzeihung den Tod, schwer: «Du hast dich doch die letzen 250 Jahre im Keller versteckt», foppen sie die Spukanfängerin, die doch nichts lieber möchte, als auch einmal die Menschen das Fürchten zu lehren. Die Gelegenheit dazu kommt schneller als den Dreien lieb ist. Denn Charlène Meier (Marie-Theres Borner), die Eigentümerin der Villa, will das Haus endlich verkaufen. Als «ihre» Geister partout keine Ruhe geben, engagiert sie kurzerhand zwei Geisterjägerinnen (Ramona Zumstein und Raffaela Berisha). Wird es ihnen gelingen, dem Spuk ein Ende zu bereiten? Das wird natürlich noch nicht verraten.
Geistige und irdische Welten
Dass es beim Stück mehr um das Kitzeln der Lachmuskeln als ums kalte Grausen geht, zeigt sich bereits bei den Proben. Seit Anfang Januar wird zweimal wöchentlich geprobt. Nun, rund zwei Wochen vor der Premiere, geht es langsam an den Endspurt. Die Pointen sitzen und die anfänglich reichlich unbeholfenen Spukversuche des Edelfräuleins sind einfach köstlich.
Die Kostüme und das fertige Bühnenbild muss man sich bisher allerdings noch dazu denken, ebenso wie die Beleuchtung: «Technisch ist das Stück anspruchsvoll, es gibt Geräusche und Töne», erklärt Regisseur Hans Zangger. Auch spielerisch sei das Stück durchaus fordernd. Denn schliesslich treffen die irdische und die geistige Welt auf der Bühne aufeinander. Sprich: Die Lebenden können die Geister nicht sehen – nur ihren Schabernack. Genau das macht den Reiz des Stückes aus. Der Journalist ist jedenfalls «angefressen». Bei diesen Proben gibt es nämlich nur den ersten Akt zu sehen. Wie geht es denn nun mit den drei Geistern von Charlène weiter? Die Antwort darauf gibt die Bühne Mägenwil in den insgesamt vier Aufführungen von «Drei Geister für Charlène».
Michael Lux
Tickets: maegenwil-theater.ch oder Telefon 076 539 09 82. Aufführungen: Freitag, 24. April und 1. Mai; Samstag, 25. April und 2. Mai, jeweils um 20 Uhr. Aula Schulanlage Oberfeld, Mägenwil.