Niederrohrdorf: Der TSR Rohrdorferberg baut zwei Tennisplätze in Allwetterplätze um. Die Bauphase ist fast beendet
140 000 Franken investierte der Verein in den Umbau der 48 Jahre alten Plätze in Allwetterplätze – ein Teil des Geldes stammt aus dem ...
Niederrohrdorf: Der TSR Rohrdorferberg baut zwei Tennisplätze in Allwetterplätze um. Die Bauphase ist fast beendet
140 000 Franken investierte der Verein in den Umbau der 48 Jahre alten Plätze in Allwetterplätze – ein Teil des Geldes stammt aus dem Swisslos-Fonds des Kantons. Nach fünfwöchiger Umbauphase können ab nächster Woche wieder Bälle geschmettert werden.
Fast ein halbes Jahrhundert sind die beiden Plätze alt. Für das Alter sind sie – nicht zuletzt dank der Pflege durch Platzwart René Düsel – noch gut in Schuss. «Die Idee ist, dass wir für die Mitglieder zum selben Preis die Saison verlängern können», erklärt Vereinspräsident Benjamin Merkli, warum der TSR nun zwei der vier Plätze in Allwetterplätze umwandelt. Normalerweise geht die Tennis-Saison von April bis Oktober. Mit den neuen Plätzen könnte theoretisch durchgespielt werden. Das stimmt aber nicht ganz. Denn bei Regen oder Frost geht auch hier nichts. In der Regel sind sie aber bei Temperaturen ab 5 bis 6 Grad bespielbar. «Nach Regen kann man viel schneller wieder spielen, weil er schneller abtrocknet», erläutert René Düsel einen weiteren Vorteil des Allwetterplatzes. Und auch die Aufbearbeitungszeit im Frühjahr sei erheblich kürzer, so der Platzwart, der die letzten vier Wochen die Umbauarbeiten begleitet hat. Den Aushub übernahm er gemeinsam mit anderen Vereinsmitgliedern sogar selbst. Zunächst musste der komplette Sand bis auf den Untergrund, der aus einer Vulkansteinschicht besteht und als Wasserspeicher erhalten bleibt, abgetragen werden. Insgesamt 21 Tonnen Sand wurden abtransportiert. Nachdem der Untergrund mit dem Planiergerät vorbereitet war, erfolgte der Neuaufbau mit Schottersteinen. Aktuell sind die Mitarbeiter einer Spezialfirma dabei, die Spiellinien in den ausgelegten Teppich zu kleben. Teppichbahnen und Linien werden nur untereinander verklebt und nicht mit dem Boden, betont Düsel. Das sei umweltschonender, schliesslich befinde man sich im Naturschutzgebiet. Nachhaltigkeit ist dem Verein wichtig. Vor zwei Jahren wurden alle Lampen auf LED umgestellt.
Möglichst wenig Wasser vergeuden
Im Zuge des jetzigen Umbaus wurde auch eine neue, teilbare Bewässerungsanlage installiert: «Wir möchten möglichst wenig Wasser verbrauchen», erklärt Düsel. Breitere Wasserablaufrinnen sorgen künftig dafür, dass das Wasser besser abfliessen kann. Über einen Schacht kann es in der benachbarten Wiese direkt ins Grundwasser versickern, statt in der Kanalisation zu landen. Bis zur Fertigstellung der Plätze nächste Woche, müssen noch eine Quarzsandschicht sowie der Spezialsand aufgebracht werden. Dann können die gelben Bälle wieder fliegen. Die 140 000 Franken für die neuen Plätze bezahlt der Verein überwiegend selbst: «Wir erhalten gut 20 000 Franken aus dem Swisslos-Fonds», ergänzt der Vereinspräsident. Zur Finanzierung solcher Projekte dient dem Verein ausserdem die Organisation des «Chlauslauf Rohrdorf», der auch diesen Dezember stattfindet.
Michael Lux