Gemeindeversammlung Tägerig entscheidet: Der «Reussbote» bleibt offizielles Publikationsorgan
02.06.2026 Tägerig, TägerigZu reden gab an der Gemeindeversammlung am 1. Juni, bei der 80 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger anwesend waren, vor allem die geplante Anpassung der Gemeindeordnung. Mit dieser wollte der Gemeinderat sich die Kompetenz in diversen Belangen vorbehalten – unter anderem über die künftige Auswahl des offiziellen Publikationsorgan der Gemeinde. Statt wie bisher im «Reussbote» sollten die vorgeschriebenen Veröffentlichungen ab 1. Januar 2027 nur noch online publiziert werden. Dagegen sprachen sich mehrere Votanten während der Versammlung aus. Votant Peter Meier stellte den Antrag, die Kompetenz zur Wahl des Publikationsorgans weiterhin bei der Gemeindeversammlung zu belassen. Dieser wurde mit 63 Ja-Stimmen und 10 Gegenstimmen angenommen. Auch Meiers Antrag, dass der «Reussbote» weiterhin offizielles Publikationsogan der Gemeinde bleiben soll, wurde zugestimmt. 59 Anwesende stimmten dafür, 12 dagegen.
Erteilung des Gemeindebürgerrechts bleibt Gemeindeversammlungs-Sache
Ex-Gemeinderat Christian Vogel beantragte ausserdem, dass die Zusicherung des Gemeindebürgerrechts für Ausländerinnen und Ausländer wie bisher von der Gemeindeversammlung beschlossen werden soll und diese Befugnis nicht - wie in der neuen Gemeindeordnung vorgesehen - an den Gemeinderat übertragen wird. Der Antrag wurde mit 65 Ja-Stimmen und 11 Nein-Stimmen ebenfalls angenommen. Angenommen wurden auch zwei weitere Anträge, die Kauf, Tausch und Verkauf von Grundstücken sowie die Übernahme von Strassen in das Gemeindeeigentum betrafen.
Am Ende stimmte die Gemeindeversammlung der angepassten Gemeindeordnung mit den beschlossenen Änderungen zu. Die Gemeindeordnung unterliegt dem obligatorischen Referendum. Die Stimmbevölkerung muss also noch an der Urne darüber abstimmen.
Einen weiteren Änderungsantrag gab es zum Verpflichtungskredit in Höhe von 265 000 Franken für die geplante Revision der Bau- und Nutzungsordnung. Christian Vogel forderte, den Betrag als absoluten Kostendeckel festzulegen. Der Gemeinderat solle ausserdem jährlich über den Planungsprozess informieren. Auch dieser Antrag wurde mit 41 Ja- zu 29-Nein-Stimmen angenommen.
Die übrigen Traktanden, darunter die Jahresrechnung 2025, die mit einem Ertragsüberschuss von rund 514 000 Franken schloss, wurden mit grossem Mehr von der Gemeindeversammlung abgesegnet.
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