Stetten: Der Betrieb Wildenau setzt auf Nassreisanbau mit ökologischen Methoden
Die unabhängige Bäuerinnenund Bauernorganisation Uniterre lud zu einer Führung auf dem Landwirtschaftsbetrieb Wildenau in Stetten ein. Die Familie Neuhaus baut dort Bio-Reis an, was ...
Stetten: Der Betrieb Wildenau setzt auf Nassreisanbau mit ökologischen Methoden
Die unabhängige Bäuerinnenund Bauernorganisation Uniterre lud zu einer Führung auf dem Landwirtschaftsbetrieb Wildenau in Stetten ein. Die Familie Neuhaus baut dort Bio-Reis an, was mit Herausforderungen verbunden ist.
Gestärkt durch ein feines Spargel-Risotto begann die Führung auf dem Landwirtschaftsbetrieb Wildenau in Stetten. 16 Interessierte folgten der Einladung von Uniterre, Sektion Aargau. Bei der Erläuterung der Arbeitsschritte beim Reisanbau durch Betriebsleiter Lukas Neuhaus wurde bald klar, dass hier Pionierarbeit geleistet wurde, denn alles – von der Anzucht bis zum Abpacken des Reises – erfolgt auf dem Hof. Doch wie erlangt man das Wissen über den Nassreisanbau? Lukas Neuhaus hat sich dies selbst angeeignet über YouTube-Filme aus dem asiatischen Raum, von wo auch die verwendeten Maschinen stammen.
Gemüse braucht mehr Wasser
Auf die Frage eines Teilnehmers wegen des Wasserverbrauchs stellte sich heraus, dass für den Anbau von Gemüse auf der gleichen Fläche dreimal mehr Wasser benötigt werde. Und wo es stehendes Wasser gibt, fühlen sich auch Tiere wie Enten, Gänse und Biber wohl. Diese fressen aber die jungen Reispflanzen, was eine Herausforderung darstellt. Eine weitere Herausforderung beim Anbau ist das Unkraut, speziell Reisfeld- und Hühnerhirse, das zum einen durch Anhebung des Wasserstands unterdrückt, zum andern mechanisch mit dem Striegel, wie im Biolandbau üblich, bekämpft wird. Auf der Wildenau wird auch Gemüse angebaut sowohl im Gewächshaus als auch im Freiland. Die Gewächshäuser waren schon vorhanden, als Lukas und Natalie Neuhaus den Hof 2020 ausserfamiliär kaufen konnten. So gedeihen in den Gewächshäusern, die alle nicht beheizt werden, gerade wärmeliebendes Gemüse wie Tomaten, Zucchetti, Auberginen, usw. Im Freiland stiess vor allem das grosse Spargelfeld bei den Besuchenden auf Beachtung. In einem weiteren Betriebszweig der Wildenau, der Arbeitsagogik, werden Menschen in einem Aufbautraining auf den Arbeitsmarkt vorbereitet. Die Teilnehmenden waren sich einig, was hier auf der Wildenau in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde, ist innovativ und vorbildlich. Mehr Infos zum Betrieb Wildenau auf wildenau.ch. (zVg)